DDV warnt vor Kriminalisierung von Adresshändlern

Donnerstag, 21. August 2008
DDV-Vize Patrick Tapp
DDV-Vize Patrick Tapp

In der Debatte um Datenmissbrauch meldet sich der Deutsche Dialogmarketing Verband (DDV) zu Wort. Der Verband warnt davor, einen strafbaren Fall zum Regelfall im Dialogmarketing zu erklären. "Datenmissbrauch ist kriminell und durch bestehende Gesetze bereits verboten und sanktioniert", erklärt DDV-Vize Patrick Tapp. Es laufe "entschieden etwas aus dem Ruder", wenn der Eindruck erweckt werde, dass Adressgeschäft sei per se fragwürdig. Der DDV hatte vorige Woche im Fall des aktuellen Datenmissbrauchs Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach erstattet. Der Verband fordert nun Politik, Wirtschaft und Verbraucherschützer zu einem Dialog auf, "um gemeinsam mögliche Schwachstellen zu identifizieren", heißt es in einer Pressemitteilung.

Forderungen wie einer Verschärfung des Bundesdatenschutzgesetzes oder einer Verankerung von Datenschutz im Grundgesetz erteilt der DDV eine Absage. Die bestehende Gesetzeslage sei ausreichend, sie müsse nur konsequent angewendet werden. mam

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