DDV-Umfrage: Dialogmarketer geben sich für 2013 zurückhaltend

Montag, 03. Juni 2013
DDV-Vizepräsident Kommunikation Patrick Tapp (Foto: DDV)
DDV-Vizepräsident Kommunikation Patrick Tapp (Foto: DDV)

Die Dialogmarketingbranche im deutschsprachigen Raum blickt deutlich pessimistischer auf das laufende Geschäftsjahr als noch 2012. Nachdem im Vorjahr noch 87 Prozent der befragten Unternehmen eine zufriedenstellende Umsatzprognose abgaben, sind es 2013 nur noch 67 Prozent. Das geht aus der Konjunkturbarometer-Umfrage hervor, die jährlich vom Deutschen Dialogmarketing Verband (DDV) durchgeführt wird. Die Zahlen von 2013 sind mit denen des Jahres 2009 vergleichbar, in dem sich die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise abzeichneten. "Die Eurokrise hinterlässt selbstverständlich auch in unserer Branche deutliche Spuren. Dazu kommen drohende Unsicherheiten wie bei der EU-Datenschutz-Grundverordnung, die manche Branchenzweige bis ins Mark treffen könnten", erläutert der DDV-Vizepräsident Kommunikation Patrick Tapp die zurückhaltenden Prognosen.

Nur elf Prozent der Befragten (Vorjahr: 17 Prozent) gehen davon aus, das Jahr entwickele sich für ihr eigenes Unternehmen "sehr zufriedenstellend". Eine Mehrheit von 57 Prozent antwortete mit "eher zufriedenstellend" (Vorjahr: 70 Prozent). Erklärt werden kann die bescheidene Prognose mit dem Blick ins abgelaufene Geschäftsjahr, in dem 35 Prozent der befragten Unternehmen mit einer negativen Umsatzentwicklung zu kämpfen hatten.

Die Trendvorschau für die gesamte Dialogmarketingbranche ergibt ein ähnliches Bild: Nur fünf Prozent fanden die Entwicklung der Branche "sehr zufriedenstellend", 57 Prozent "eher zufriedenstellend". 30 Prozent antworteten mit "weniger zufriedenstellend", vier Prozent mit "gar nicht zufriedenstellend". Diese Erwartungen wirken sich auch auf die Mitarbeiterzahlen aus. So glauben nur 30 Prozent, dass mehr Personal benötigt wird, 56 Prozent gehen von einer konstanten Mitarbeiterzahl aus. Immerhin 13 Prozent der Befragten glaubt jedoch daran, dass die Anzahl der Arbeitskräfte im Laufe des Jahres sinken könnte. fam
Meist gelesen
stats