DDV-Konjunkturbarometer: Datenschutznovelle drückt auf die Stimmung

Mittwoch, 11. März 2009
Die Datenschutznovelle bereitet dem DDV Sorge
Die Datenschutznovelle bereitet dem DDV Sorge

Die deutsche Dialogmarketing-Branche schaut mehr als skeptisch in die Zukunft. Das ergibt das D-A-CH-Konjunkturbarometer, das der Deutsche Dialogmarketing Verband (DDV) gemeinsam mit dem Dialog Marketing Verband Österreich (DMVÖ) und dem Schweizer Direktmarketing Verband (SDV) erstellt hat. Grundlage ist eine Umfrage unter den Mitgliedern der drei Branchenverbände. Demnach gehen nur 6,5 Prozent der deutschsprachigen Dialogmarketing-Dienstleister davon aus, dass die wirtschaftliche Entwicklung des eigenen Unternehmens in diesem Jahr "sehr zufrieden stellend" verlaufen wird. Im Vorjahr lag der Anteil der Optimisten noch bei 23 Prozent. Immerhin noch 57 Prozent (2008: 58,5 Prozent) prognostizieren eine eher zufrieden stellende Entwicklung. Besonders ausgeprägt ist die negative Erwartungshaltung in Deutschland, vermutlich wegen der geplanten Restriktionen bei der Datenschutznovelle. Lediglich 2,1 Prozent der deutschen Dialogmarketer glauben an eine "sehr zufrieden stellende Entwicklung (2008: 18,5 Prozent). In Österreich und der Schweiz sind es dagegen 11 Prozent. "Gar nicht zufrieden stellend" gaben 9 Prozent der Befragten in Deutschland an (2008: 0 Prozent). Beim Punkt "weniger zufrieden stellend" machten 38,5 Prozent (2008: 3 Prozent) ihr Kreuzchen. Knapp 51 Prozent (2008: 58,5 Prozent) gehen von einer "eher zufrieden stellenden" Entwicklung ihres Geschäfts in diesem Jahr aus.

Entsprechend verhalten fällt die Prognose für den Arbeitsmarkt in Deutschland, Österreich und der Schweiz aus: Nicht einmal ein Viertel der Befragten geht von einer Erhöhung der Mitarbeiterzahl aus. 2008 waren es noch knapp 43 Prozent gewesen. Allerdings prognostizieren 51 Prozent, dass die Mitarbeiterzahl stabil bleibt. In Deutschland gehen nur 18 Prozent von einem Ausbau des eigenen Teams aus, während dies 2008 noch 48 Prozent taten. Knapp 30 Prozent der DDV-Mitglieder prognostizieren sogar einen Stellenabbau. In Österreich sind dies lediglich 16 Prozent, in der Schweiz 18 Prozent.

Bei der Prognose der Investitionen im Dialogmarketing schlägt einmal mehr die Rezessionsangst voll durch: Knapp 48 Prozent der Befragten erwarten sinkende Investitionen (2008: 3 Prozent). In Deutschland glauben dies sogar mehr als die Hälfte (52 Prozent) der befragten DDV-Mitglieder (2008: 1,5 Prozent).

Für das abgelaufende Geschäftsjahr 2008 vermeldetn 55 Prozent der deutschsprachigen Dialogmarketer gestiegene Umsätze nach 59 Prozent im Vorjahr. Dagegen erhöhte sich die Zahl der Unternehmen mit Umsatzeinbußen von 12 auf 20 Prozent. Bei 21,5 Prozent ist er gleich geblieben. Bei den DDV-Mitgliedern verzeichneten 57 Prozent einen gestiegenen Umsatz. 2007 waren es noch 59 Prozent gewesen. brö
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