DDP-Shortlist: Ogilvy wieder vorn

Dienstag, 04. März 2008
Der DDP feiert Jubiläum
Der DDP feiert Jubiläum

Die Dialogmarketing-Agentur Ogilvy One Worldwide geht erneut als großer Favorit ins Finale um den Deutschen Dialogmarketig Preis (DDP). Die WPP-Tochter kommt in diesem Jahr auf 28 Nominierungen (2007: 30). Auf Platz zwei folgt Heye 121 mit 11 Nominierungen vor den Agenturen Argonauten G2, DDB Germany und Wunderman, die es jeweils zehnmal auf die Shortlist des renommierten Branchenpreises schafften. Bei Publicis Hamburg ist dagegen die Enttäuschung groß. 2007 hatten die Hanseaten noch mit zwei Gold-, einer Silbermedaille und der Auszeichnung "Best in Show" Platz zwei im Gesamtranking belegt. In diesem Jahr reichte es nicht einmal zu einer Shortlist-Nennung.

Die Juryleitung um Michael Koch (li.)
Die Juryleitung um Michael Koch (li.)
  Bei den Werbungtreibenden können sich die Deutsche Lufthansa und Volkswagen die größten Hoffnungen auf eine Medaille machen. Lufhansa verzeichnet sechs und Volkswagen fünf Nominierungen, darunter für "Horst Schlämmer macht Führerschein". Die integrierte Kampagne ist dreimal für den DDP nominiert. Ein großer Favorit ist auch der dreifach nominierte "Ideenfriedhof", den die Agentur Heye 121 für Getty Images Deutschland kreiierte.

Beim Nachwuchspreis Junior Creative Award qualifizierten sich drei Agenturen für die Endrunde: Leo Burnett mit "Viva el DDP", Saatchi & Saatchi ("Wir machen Märchen wahr") und Tribal DDB ("Wir schlagen die Besten"). Insgesamt umfasst die Shortlist 96 Kampagnen. Das sind rund 15 Prozent der 628 Einreichungen.

Jurychef Michael Koch lobt die hohe Qualität der Kampagnen. "In den Vorjahren hatten wir immer zwei bis drei Spitzenarbeiten und danach ein gutes Mittelfeld. Diesmal haben wir an der Spitze mehr Breite", sagt der Kreativchef von Ogilvy One Worlwide in Frankfurt. Somit seien schon in der ersten Runde viele Arbeiten gescheitert, die in den vergangenen Jahren sicherlich eine Medaille gewonnen hätten.

Besorgniserregend sei dagegen der Trend zu Fake-Einreichungen. Als Gründe nannte Koch die Aufwertung des DDP bei den Kreativrankings und den Wegfall der Umsatzrankings. Allerdings sei es den Juroren noch möglich, die Fakes als solche zu entlarven, so dass die Gewinnerkampagnen garantiert real seien. Welche das sind, gibt der Veranstalter, der Deutsche Direktmarketing Verband, am 11. April bei der Preisverleihung in Berlin bekannt.
Meist gelesen
stats