DDP-Jury sagt Kuba-Reise ab

Dienstag, 07. Oktober 2008

Die Jury die Deutschen Dialogmarketing-Preises (DDP) hat sich überraschend von ihren Plänen verabschiedet, die nächste Sitzung auf Kuba abzuhalten. Bei einer Abstimmung des Gremiums, das hauptsächlich aus Kreativen und Beratern deutscher Dialogmarketing-Agenturen besteht, votierten nur drei Vertreter für die Karibikinsel, darunter Jurychef Michael Koch von Ogilvy One in Frankfurt. Bei der letzten Preisverleihung im April dieses Jahres hatte sich noch eine große Mehrheit für den ungewöhnlichen Juryort ausgesprochen. Der Ehrenvorsitzende der DDP-Jury Claus Mayer erklärt den Stimmungsumschwung mit der Angst der Juroren vor einer schlechten PR: "Das Risiko war zu groß, dass Außenstehende fälschlicherweise denken, dass die Jury die Einreichungs- und Sponsorengelder auf Kuba verprasst." Und das obwohl die Juroren ihre Reisekosten traditionell selbst tragen und die Unterkunft auf Kuba deutlich günstiger als im bisherigen Juryort Mallorca sei. Und dieser war laut Mayer bislang schon die preisgünstigste Alternative zu einer deutschen Stadt gewesen. "Es gibt immer eine gefühlte Wahrheit und die spielt stets eine größere Rolle", sagt der GKK-Dialog-Berater.

Wo die nächste Jurysitzung stattfindet, ist noch offen. Mallorca ist auf jeden Fall bereits aus dem Rennen.

Hintergrund für die Idee einer Jurysitzung auf Kuba war das Kampagnenkonzept "Viva el DDP", mit der die Agentur Leo Burnett beim letzten DDP den Junior Creative Award gewonnen hatte. Die Gewinnerkampagne des Nachwuchspreis bewirbt traditionell den nachfolgenden DDP - und da hätte die Revolutionsinsel Kuba nach Ansicht einiger Juroren thematisch perfekt zum Kampagnen-Claim gepasst. brö



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