DDB führt Tribal enger mit der Stammmarke zusammen

Donnerstag, 07. Februar 2008
Bekommen Unterstützung von Peter Figge: Tonio Kröger (l.) und Amir Kassaei
Bekommen Unterstützung von Peter Figge: Tonio Kröger (l.) und Amir Kassaei
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DDB Stammmarke Omnicom Rapp Hamburg Düsseldorf Berlin


Die deutsche DDB-Gruppe gibt sich eine neue Struktur. Wie die Omnicom-Tochter mitteilt, bündelt sie das Geschäft unter dem Dach der Holding Doyle Dane Bernbach Group. Diese ist aus der Vorgängerfirma Rue d'Amsterdam hervorgegangen. Zu den wichtigsten organisatorischen Veränderungen zählt, dass die Dialogagentur Rapp Collins künftig als eigenständige Säule auftritt. Gleichzeitig werden die Agenturen DDB und Tribal DDB enger zusammengeführt. So soll die Stammmarke demnächst auch am Tribal-Standort Hamburg vertreten sein. Im Gegenzug ist geplant, Ableger von Tribal auch bei DDB in Düsseldorf und Berlin zu eröffnen. Eine Fusion beider Marken ist vorerst jedoch nicht geplant.

Die engere Kooperation wird auch an einer Personalie deutlich. Wie bereits Anfang Januar in HORIZONT berichtet, rückt Tribal-DDB-Chef Peter Figge zusätzlich zu seinem bestehenden Job in die Führung der DDB-Gruppe auf. Hier trifft er auf CEO Tonio Kröger, Kreativchef Amir Kassaei, Finanzchef Norbert Knapp sowie Personalchefin Margit Scheller-Wegener.

Darüber hinaus ist zu erwarten, dass auch die Heye Group organisatorisch enger an die neue Holding heranrückt. Ein Indiz dafür: Die Doyle Dane Bernbach Group hat ihren Sitz in Unterhaching. Dort ist auch Heye beheimatet. Zudem war die Vorgängerholding Rue d'Amsterdam einst aus der Heye-Holding hervorgegangen.

Die DDB-Bilanz für das Jahr 2007 fällt positiv aus. Insgesamt konnte die Gruppe ihrem Umsatz um mehr als 16 Prozent steigern. Die Mitarbeiterzahl wuchs in ähnlicher Größenordnung und liegt nun bei 950. Die Umsatzrendite konnte ebenfalls verbessert werden und erreicht im operativen Geschäft den zweistelligen Bereich.

Wesentlich zum Wachstum beigetragen haben die DDB-Firmen mit Geschäftsfeldern außerhalb der klassischen Werbung. Aber auch in der Klassik konnte die Gruppe punkten. Zu den wichtigsten Etatgewinnen des Vorjahres gehören Deutsche Telekom, Deutsche Bahn (Corporate) und Air Berlin.

Mehr zum Thema in HORIZONT/Ausgabe 6/2007 vom 7. Februar.

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