DDB-Holding stellt die PR-Agentur Print neu auf

Donnerstag, 13. Juni 2013
Agenturchefs Hans Obermeier (l.) und Peter Johannes (Foto: Lessing von Klenze)
Agenturchefs Hans Obermeier (l.) und Peter Johannes (Foto: Lessing von Klenze)

Die PR-Agentur Print Communications Consultants unternimmt einen Anlauf, ihre Marktposition zu verbessern. Die Tochterfirma der deutschen DDB-Holding tritt mit neuer Führung und neuem Namen auf. Ab sofort heißt die Agentur nicht mehr Print, sondern Lessing von Klenze - in Anlehnung an den Dramatiker und Aufklärer Gotthold Ephraim Lessing und den Architekten und Schriftsteller Leo von Klenze. Dahinter verbirgt sich kein arg verspäteter Aprilscherz, sondern die Auffassung, dass nach 30 Jahren Print die Zeit für einen Neuanfang gekommen sei, teilt Geschäftsführer Hans Obermeier mit, der die Agentur zusammen mit Peter Johannes leitet. Bei der Namensgebung hat sich die Agentur von den Denkmälern für die beiden Kulturgrößen inspirieren lassen, die vor den Bürostandorten am Hamburger Gänsemarkt (Lessing) und am Münchner Gärtnerplatz (von Klenze) stehen.

Print ist durch eine schwere Zeit gegangen. Im vorigen Jahr war die damalige Führung ausgestiegen. Die beiden Topkräfte Anja Schlicht und Markus Hilse haben die PR-Agentur Navos gegründet und Mitarbeiter nachgezogen. An Navos ist Jung von Matt beteiligt. Aufgabe der neuen Führung von Print beziehungsweise jetzt Lessing von Klenze ist es, die Attraktivität der Agentur im Kunden- und Personalmarkt wieder zu steigern. Dazu haben sich die beiden Chefs Johannes und Obermeier auf die Fahnen geschrieben, die Agentur auch inhaltlich neu auszurichten.

Künftig wolle man noch stärker als bislang versuchen, Dialoge zwischen den Unternehmen und den Verbrauchern zu organisieren, sagt Obermeier. Er war früher als Kommunikationschef der West LB und als Chefredakteur von Reuters tätig. Aus seiner Zeit bei der West LB stammt auch der Kontakt zu DDB-Holdingchef Tonio Kröger, der Obermeier engagiert hat. DDB betreute damals die West LB werblich. Der jetzige Umbau sei keineswegs als Vorstufe zur Trennung der Holding von der PR-Agentur zu verstehen, unterstreicht Obermaier. Die Doyle Dane Bernbach Group bleibe weiterhin Alleingesellschafter.

Lessing von Klenze ist mit Büros in München und Hamburg vertreten und verfügt über Repräsentanzen in Berlin und seit kurzem auch in Frankfurt. Insgesamt beschäftigt die Agentur 35 Mitarbeiter. Zu den Kunden gehören McDonald's, Casio und Amazon. Zuletzt konnten Aufträge von Same Deutz-Fahr, Renault Bank und Migardo gewonnen werden. Geplant ist, das Serviceangebot, die Beratungsseniorität und die Sektorkompetenz weiter auszubauen, zum Beispiel in Bereichen wie Arbeitgeber-Marketing und Eventkommunikation. mam
Meist gelesen
stats