Cordiant droht der Insolvenzverwalter - Aktien werden aus dem Handel genommen

Montag, 16. Juni 2003

Die Gläubiger machen verstärkt Druck auf die mit rund 350 Millionen Euro verschuldete britische Agenturholding Cordiant. Britische Medien berichteten, dass die Führung von Cordiant in die Hände eines Insolvenzverwalters gelegt werden könnte. Einen entsprechenden Antrag soll bereits Cerberus Capital Management in London gestellt haben.

Das Unternehmen gehört zu den wichtigsten Gläubigern von Cordiant und hat sich offenbar eng mit Publicis abgestimmt, das Interesse an Bates, der Bates-Tochter 141 Worldwide und an den restlichen Anteilen von Zenith Optimedia hat. Bei Zenith ist Publicis bereits mit 75 Prozent beteiligt und konnte nun sämtliche Anteile erwerben.

Unabhängig davon haben sowohl Publicis als auch WPP bereits ein Übernahmeangebot für Cordiant abgegeben. WPP könnte durch eine Übernahme zur weltweit größten Werbeholding aufsteigen. Sollte es nicht bald zu einer Übernahme durch eine der beiden Holdings kommen, dürfte der Gang zum Insolvenzgericht unausweichlich sein. Auf Wunsch von Cordiant wurde der Handel mit Cordiant-Aktien heute an der Londoner Börse ausgesetzt. hjs
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