Cordiant: Umsatz geht um 11 Prozent zurück

Freitag, 21. Februar 2003

Die britische Werbeholding Cordiant hat die vorläufigen Geschäftszahlen für das Jahr 2002 präsentiert. Laut Unternehmensangaben ging der Honorarumsatz im vergangenen Jahr um 11 Prozent auf 785 Millionen Euro zurück. Der erwartete operative Gewinn liegt bei 54,5 Millionen Euro. Zudem hat Cordiant jetzt auch offiziell bestätigt, sich von Tochterfirmen trennen zu wollen.

Das Unternehmen ist hochverschuldet und dringend auf Kapitalzufluss angewiesen. Neben dem 77-Prozent-Anteil an der deutschen Agenturgruppe Scholz & Friends (S&F) stehen auch die Finanz-PR-Agentur Financial Dynamics sowie Anteile an den australischen Tochterfirmen zum Verkauf. Für den S&F-Anteil interessiert sich neben anderen Werbeholdings wie WPP auch das S&F-Management. Zudem erwägt CEO David Hearn, die Verkaufsoption für die Beteiligung an der Mediaagenturgruppe Zenith Optimedia auszuüben. Cordiant hält 25 Prozent der Anteile, die restlichen 75 Prozent liegen bei der Publicis-Holding. Zu Zenith Optimedia gehören die Agenturen Zenith Media, Optimedia und More Media.

Cordiant will sich in Zukunft auf seine Agenturmarke Bates konzentrieren. Unter dem Dach der Bates-Gruppe stehen neben der gleichnamigen Werbeagentur das Dialogmarketingnetzwerk 141, die Designagentur Fitch und die Healthcare-Beratung Healthworld. Die Bates-Gruppe hat im Vorjahr 85 Prozent der gesamten Honorarumsätze von Cordiant erwirtschaftet. mam
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