China verzögert Übernahme von Aegis durch Dentsu

Dienstag, 13. November 2012
Dentsu-Boss Ishii Tadashi und Jerry Buhlmann von Aegis müssen die Party verschieben
Dentsu-Boss Ishii Tadashi und Jerry Buhlmann von Aegis müssen die Party verschieben

Dass sich die beiden asiatischen Großmächte China und Japan nicht immer grün sind, bekommt die Agenturgruppe Dentsu nun am eigenen Leibe zu spüren. Mitte Juli gab die mit Abstand größte japanische Agentur-Holding bekannt, dass sie die Londoner Aegis Group für cash 4 Milliarden Euro kaufen will. Ursprünglich sollte der größte Agenturdeal des Jahres gestern, am 12. November abgeschlossen werden und bei den Aegis-Aktionären und dem Managementteam die Champagnerkorken knallen. Aber diese Party musste verschoben werden, weil noch immer die Zustimmung des chinesischen Wirtschaftsministeriums fehlt, das die Übernahme in kartellrechtlicher Hinsicht absegnen muss. In rund einem Dutzend Märkte mussten Dentsu und Aegis die Zustimmung der Behörden einholen und bekam sie bereits in Deutschland, den USA und Russland. Als einziges Land fehlt nur noch China. Doch seitens Aegis ist man zuversichtlich, dass die Akquisition bis spätestens 28. Februar 2013 vollständig abgeschlossen werden kann.

Erst dann werden die Medianetworks Carat und Vizeum sowie die digitalen Netzwerke Isobar und iProspect und der OOH-Spezialist Posterscope offiziell zur Dentsu-Gruppe gehören. Bis dahin sind allen Mitarbeitern offizielle Aussagen über die künftige Zusammenarbeit mit ihren neuen Kollegen und die strategische Ausrichtung des japanisch-britischen Agenturkonzern untersagt. ejej
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