Cherrypicker empfiehlt Pitchonorar von bis zu 30.000 Euro

Mittwoch, 02. Februar 2011
Pitch-Honorarempfehlung von Cherrypicker (zum Vergrößern bitte anklicken)
Pitch-Honorarempfehlung von Cherrypicker (zum Vergrößern bitte anklicken)

Während sich in Hamburg die neue Pitchberatung der Ex-Agenturchefs Norbert Lindhof Andreas Gruhl formiert, meldet sich der bekannteste Akteur in diesem Markt Cherrypicker mit einer Honorarempfehlung für Pitches zu Wort. Diese basiert auf einer Umfrage unter 108 Agenturen, die im Herbst 2010 durchgeführt wurde. Mit seiner Empfehlung will Cherrypicker eine Orientierung für angemessene Pitchhonorare geben, "die auf alle Agenturarten und Disziplinen anwendbar ist", so der nicht unbescheidene selbst formulierte Anspruch der Hamburger Beratungsfirma. Die Spanne der Empfehlungen reicht von 3000 Euro für eine "kleine Aufgabe" bis zu 30.000 Euro für eine "sehr komplexe oder internationale Aufgabe".

Unter einer "kleinen Aufgabe" versteht Cherrypicker die Ausarbeitung einer Grundidee sowie eines einfaches Konzeptes mit zwei bis drei Gestaltungs- oder Maßnahmenvorschlägen für ein einzelnes Projekt. Bei einer "sehr komplexen oder internationalen Aufgabe" sollte es dagegen um ein umfassendes oder länderübergreifendes Kommunikationskonzept mit einem Honorarvolumen von mehr als einer Million Euro pro Jahr gehen.

"Wollen Unternehmen mit einer Agentur langfristig, fair und partnerschaftlich zusammenarbeiten, sollten Honorare als Aufwandsentschädigung und Anerkennung der Agenturleistung selbstverständlich sein", sagt Cherrypicker-Chef Oliver Klein. Die Auftraggeberseite wurde bei der Umfrage nicht berücksichtigt.

Die Empfehlung von Cherrypicker kann als weiterer Baustein einer "Charmeoffensive" in Richtung Agenturen verstanden werden. Die Firma war im vorigen Jahr in die Kritik geraten, nachdem sich einige Kommunikationsdienstleister ungerecht von Cherrypicker behandelt fühlten. Daraufhin hatte die Pitchberatung Agenturchefs zu einem Diskussionsabend eingeladen.

Stimmen von Agenturvertretern, die die aktuelle Initiative begrüßen, liefert Cherrypicker gleich mit, so von ADC-Chef Jochen Rädeker, GPRA-Präsident Alexander Güttler und vom BVDW. "Ich begrüße die Vorschläge zur Pitchvergütung als einen wichtigen Baustein auf dem Weg zurück zu einem fairen Miteinander von Auftraggebern und Auftragnehmern in der Kreativbranche", sagt Rädeker. mam    
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