Carat sichert sich achtstelliges Mediabudget des Staates

Montag, 10. Januar 2011
Thomas Fritzen sichert Carat den achtstelligen Mediaetat des Bundes
Thomas Fritzen sichert Carat den achtstelligen Mediaetat des Bundes

Das Beschaffungsamt des Bundesministeriums des Inneren in Berlin arbeitet künftig nur noch mit einer Mediaagentur und die heißt Carat. Die Wiesbadener Aegis-Tochter konnte die öffentliche Ausschreibung der Mediaetats von diversen Ministerien und Behörden inklusive der Verhandlung aller Einkaufskonditionen für sich entscheiden. Diese Rabattkoordination, wie es das Beschaffungsamt elegant ausdrückt, lag bislang in Händen der Group M-Agentur Mediacom in Düsseldorf. Diese konnte sich in der Ausschreibung ebenso wenig gegen Carat durchsetzen wie die inhabergeführte Berliner Agentur Die Mediafabrik, die bis dato die Budgets von zwei Ministerien betreute.

Seit Anfang des Monats ist nun das Team um Thomas Fritzen, Director Communication Consulting in der Wiesbadener Agenturzentrale, für die Einkaufsverhandlungen von 19 Ministerien und Bundesinstitutionen verantwortlich. Der Auftrag umfasst zudem die Mediaplanung und Beratung im Print, der Außenwerbung und den Ambientmedien sowie im Bereich der digitalen Kommunikation wie Internet und das Suchmaschinenmarketing.

Dieses Leistungsportfolio gilt für folgende Bundesministerien und nachgeordnete Behörden: Das Auswärtige Amt, die Bundesministerien für Justiz, für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, für Bildung und Forschung, das Bundesministerium des Inneren, das für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, das Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, die Antidiskriminierungsstelle des Bundes und die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration.

Zu diesen Planungs- und Beratungsetats kommt noch die Rabattkoordination, also die Einkaufsverhandlungen von weiteren Ministerien hinzu, wozu das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung gehört, die Finanzagentur, die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, die Antidiskriminierungsstelle des Bundes sowie der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration.

Carat kann mit dem achtstelligen Etat ihr Auftragsvolumen beim deutschen Staat erheblich steigern, denn zuvor standen seit 2006 lediglich das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung und seit vergangenem Jahr die Deutsche Finanzagentur auf der Kundenliste des Networks. Fritzen erfüllt der Zuschlag mit "Stolz, da er das Ergebnis eines anspruchsvollen öffentlichen Wettbewerbsverfahrens ist". Für ihn ist das Neugeschäft "ein weiterer Schritt, die Kompetenz von Carat in der Betreuung institutioneller Kunden sukzessive auszubauen". ejej
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