Carat setzt sich bei Beiersdorf und Tchibo durch

Dienstag, 22. September 2009
Carat-Chef Walter Litterscheidt punktet doppelt
Carat-Chef Walter Litterscheidt punktet doppelt

Die Aegis-Tochter Carat kann einen wichtigen Erfolg verbuchen. Die Mediaagentur hat sich im Pitch um die Deutschland-Etats von Beiersdorf und Tchibo durchgesetzt. Beide Unternehmen gehören zur Holding Max Invest und hatten gemeinsam um ihre Mediabudgets pitchen lassen. Das gebündelte Volumen liegt bei schätzungweise rund 250 Millionen Euro. Davon entfallen etwa 140 Millionen Euro auf Beiersdorf. Das Nachsehen hat im Fall von Beiersdorf der bisherige Etathalter GFMO OMD in Hamburg. Die Agentur hatte den Etat 23 Jahre lang betreut. Bei Tchibo schaut der bisherige Betreuer Initiative in die Röhre. Die Interpublic-Tochter muss damit einen weiteren Großkunden ziehen lassen.

Carat nimmt die Arbeit für die beiden Kunden am 1. Januar 2010 auf. Auf internationaler Ebene ist die Agentur bereits seit dem Jahr 2000 für Beiersdorf tätig.  "Wir versprechen uns von der Zusammenarbeit eine Vielzahl neuer Impulse, mit denen wir unsere mediale Präsenz strategisch konsequent weiterentwickeln können", sagt Ulrike Vollmöller, Leiterin Marketing von Beiersdorf in Deutschland.

Ein Sprecher des Unternehmens räumt gleichzeitig ein, dass es auch um verbesserte Konditionen ging. Dies dürfte der Hauptgrund dafür gewesen sein, dass die Etats von Beiersdorf und Tchibo zusammen vergeben wurden. "Der gemeinsame Einkauf ermöglicht Effizienzsteigerungen", so der Sprecher.

Die Ausschreibung war unter anderem von Beiersdorf-Vorstand Pieter Nota initiiert worden. Er hatte im Herbst vorigen Jahres angekündigt, die Werbeinvestitionen auf den Prüfstand zu stellen, um "größtmögliche Effektivität" zu erreichen. In diesem Zusammenhang müssen auch die Stammagenturen des Unternehmens Draft FCB und TBWA im Rahmen eines sogenannten Challenge-Programms um einzelne Projektaufgaben pitchen. mam  
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