Carat: Weltweite Werbespendings klettern nur um 5 Prozent

Donnerstag, 25. August 2011
Aegis-Chef Jerry Buhlmann
Aegis-Chef Jerry Buhlmann

Die allerorts taumelnden Börsenkurse und die Euro-Krise belasten allmählich auch die weltweite Werbekonjunktur. Die Mediaagentur Carat rechnet für dieses Jahr zwar weiterhin mit einem Plus, doch die aktuelle Prognose fällt deutlich schlechter aus als die im Frühjahr. Während die Mediaagentur aus der Aegis-Group im März noch von einem Wachstum der globalen Werbespendings um 5,7 Prozent ausging, senkte Carat seine Prognose für das Jahr 2011 nun auf 5 Prozent. Begründet wird die negativere Vorhersage mit den makroökonomischen Rahmenbedingungen, Naturkatastrophen wie der in Japan und politischen Unruheherden wie denen in Nordafrika und dem Nahen Osten.

Deutschland kommt offenbar mit einem blauen Auge davon. Während Carat seine Wachstumsprognose für Westeuropa von 3,5 Prozent auf 2,3 Prozent nach unten korrigierte, sieht die Agentur in Deutschland zum Glück keinen Abwärtstrend. Carat rechnet wie im März damit, dass die Investitionen in TV-Spots, Anzeigen, Online-Banner und Plakate 2011 um 1,8 Prozent ansteigen werden. Auf weniger Werbegelder müssen sich dagegen die Medien in Spanien, Italien und Großbritannien einstellen. Diesen Märkten sagt Carat ein geringeres Wachstum voraus.

Die weltweite Prognose für das kommende Jahr fällt ebenfalls minimal schlechter aus als noch im März. Damals sagte Carat ein Wachstum der Spendings um 6,2 Prozent voraus. Aktuell rechnet die Agentur mit einem Plus von immerhin 6 Prozent.

"Wir bleiben vorsichtig optimistisch, vor allem was die Prognose für 2012 angeht", sagt Aegis-Chef Jerry Buhlmann. Der Media-Experte hofft, dass große Events wie die Olympischen Spiele in London der Werbekonjunktur im kommenden Jahr Auftrieb geben.

Gewinner auf Medienseite bleibt das Internet. Digital wird laut Carat auch in den kommenden Jahren am stärksten wachsen. Auch die Kanäle TV und Out of Home sollen stärker wachsen als der Markt. mas
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