Cannes achtet stärker auf die Resultate

Freitag, 06. Februar 2009
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Cannes Resultat Effektivität Amir Kassaei ADC


Das International Advertising Festival in Cannes wird dieses Jahr in mehreren Kategorien stärker auf die Effektivität der eingereichten Arbeiten achten. Nachdem bereits Ende Januar für die Kategorie Media bekannt gegeben wurde, dass die Ergebnisse künftig 35 statt 20 Prozent zählen, stehen jetzt auch die Jurierungskriterien für die Kategorien Direct und Promo fest. Im Bereich Dialogmarketing fließen die mit den eingereichten Arbeiten erzielten Resultate nun mit 30 Prozent in die Bewertung ein (2008: 20 Prozent). Dafür wird die Bedeutung des Faktors Kreativität um 10 Prozentpunkte abgewertet. Die gleichen Veränderungen gibt es bei den Promo Lions. Bei den erstmals ausgetragenen PR Lions zählen die Ergebnisse ebenfalls 30 Prozent.

Die Maßnahmen kommen zu einem Zeitpunkt, da beim deutschen ADC kontrovers über das Thema Relevanz diskutiert wird. Verbandschef Amir Kassaei hat angekündigt, dass er die Juries des ADC-Wettbewerbs (22. bis 26. April) dafür sensibilisieren will, stärker darauf zu achten, welchen Beitrag eine Arbeit zur Erfüllung eines existierenden Kommunikationsauftrags geleistet hat.

Nicht so recht in dieses Bild passt, dass das ADC-Büro offenbar Agenturen aufgefordert hat, ihre Einreichungen zu überarbeiten, weil sie Informationen über die Resultate eingebaut haben. Hintergrund ist offenbar, dass es im Vorjahr von einigen Juryvorsitzenden Klagen darüber gab, dass manche Einsendungen von zu vielen Zahlen überfrachtet wurden. mam 
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