Cannes-Zwischenbilanz: Platz 2 für Deutschland in der Halbzeitwertung

Mittwoch, 20. Juni 2012
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Halbzeit bei der größten Kreativshow der Welt in Cannes. In sieben der insgesamt 15 Wettbewerbskategorien stehen die Sieger fest – das Zwischenergebnis für Deutschland kann sich sehen lassen. Bisher haben hiesige Agenturen 52 Löwen gewonnen, im letzten Jahr waren es zu diesem Zeitpunkt erst 35. Zwar wird mit den Mobile Lions bis zur Wochenmitte eine Wettbewerbssparte mehr ausgetragen als im Vorjahr, aber auch in den einzelnen Kategorien steigerte Deutschland die Ausbeute. Im vorläufigen Nationenranking bringt das Platz 2, hinter den USA und vor Australien, Brasilien und Großbritannien.

Die bisherige Löwenbilanz der deutschen Agenturen

 Agentur GP Gold Silber Bronze Gesamt 
 Jung von Matt
 1 2 5 3 11 
 Serviceplan 0 4 3 3 10 
 Kempertrautmann
 0 2 0 3 5 
 Kolle Rebbe
 0 0 2 3 5 
 Grabarz & Partner
 0 0 2 1 3 
 BBDO 0 1 0
 1
 2 
 DDB Tribal
 0 0 0 3 3 
 Ogilvy 0 0 1 1 2 
 Lukas Lindemann Rosinski
 0 0 1 1 2 
 Heimat 0 0 1 1 2 
 YOC 0 1 0 0 1 
 Scholz & Friends
 0 0 1 0 1 
 Mediacom 0 0 1 0 1 
 Conrad Caine
 0 0 0 1 1 
 Grey
 0 0 0 1 1 
 Saatchi & Saatchi
 0 0 0 1 1 
 AM Agentur für Kommunikation / MPG
 0 0 0 1 1 


Den besten Lauf bei den deutschen Teilnehmern hatte wie im Vorjahr Jung von Matt. Auf das Konto der Hamburger Agenturgruppe gehen bisher 11 Löwen, darunter der erste Grand Prix (Outdoor), den Deutschland seit sieben Jahren für sich verbuchen kann. Den Award gibt es für die Kampagne "The invisible Drive" im Auftrag von Mercedes-Benz. Dicht auf den Fersen ist JvM das Team von Serviceplan. Die Agentur liegt auf Platz 2 des deutschen Zwischenrankings vor Kemper Trautmann.

Obwohl die Juroren vor allem deren innovativen technologischen Ansatz lobten, ließen sie es sich nicht nehmen, noch einen zweiten Grand Prix zu vergeben, und zwar an die Macher eines klassischen Plakats. Der stetige Zuwachs an Einreichungen, ein Plus von 19 Prozent, erschwert die Arbeit der Juroren. Am meisten zu tun hatten die Jurymitglieder bislang in den Sparten Outdoor (rund 4900 Arbeiten), Media (rund 3300 Arbeiten) und Direct (rund 2400 Arbeiten).

Eine von zwei Sparten, in denen die Juroren weniger Einreichungen zu sichten hatten, ist Creative Effectiveness (neben Cyber). Für Juror Michael Trautmann allerdings kein Grund, am Launch der Sparte 2011 zu zweifeln. jf/jm/ire

Mehr zur Zwischenbilanz der deutschen Agenturen lesen Sie in HORIZONT-Ausgabe 25/2012 vom 21. Juni. 
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