Cannes: Trotz knausriger Jury holen Deutsche drei Filmlöwen

Montag, 25. Juni 2001

Einmal Gold und zweimal Silber - von den 14 Shortlistplätzen konnten die deutschen Werber immerhin drei in Medaillen umwandeln. Jung von Matt/Isar erhält fur den BMW C1 einen Goldlion. Der deutsche Favoritenfilm "The Fan" für Audi-Multitronic von Saatchi & Saatchi muss sich mit Silber begnügen und "Wheelchair" für "Die Welt" von Springer & Jacoby hat sich ebenfalls einen silbernen Lion verdient.

Die deutsche Medaillenbilanz 2001 fällt damit besser aus als im vergangenen Jahr, wo die deutschen Werber von 18 Shortlistplatzierungen nur zwei Silbermedaillen mit nach Hause bringen konnten. Bei der Vergabe der Medaillen gab sich die diesjährige Jury ausgesprochen knauserig. Es gibt nur 70 Löwen (im vergangenen Jahr 103) - 24 goldene, 19 silberne und 27 bronzene. Das sind trotz der gestiegenen Zahl der Einreichungen fast 30 Prozent weniger Medaillen als in den vergangenen zwei Jahren.

Den diesjährigen Grand Prix verliehen die Filmjuroren der populären Fox-Spots-Kampagne aus den USA von Cliff Freeman & Partners. Erfolgreichste Nation ist Grossbritannien mit achtmal Gold, dreimal silber und fünfmal Bronze. Gleichauf liegt die USA mit Grand Prix, sechs Goldloewen, vier Silber und fuenf Bronze. Drittstärkste Medaillennation in Argentinien. Agentur des Jahres kommt aus Brasilien. Die Auszeichnung "Agency of the year" geht in diesem Jahr nach Brasilien - und zwar an F/Nazca Saatchi & Saatchi. Auch Platz 2 und 3 besetzen brasilianische Agenturen, nämlich DM9DDB Publicidade und Almap BBDO. Die beste Werbefilmproduktion kommt dagegen aus den USA. Über die Palme d"Or kann sich @Radical Media freuen. Auf dem zweiten Platz steht Hungry Man, auf Rang drei Propaganda/Satellite Films. Beide Produktionen kommen ebenfalls aus den USA.

Die Cannes-Woche im Überblick
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