Cannes-Streit spitzt sich zu: Deutsche Kreative reagieren mit offenem Brief auf Jury-Ausschluss

Dienstag, 08. Oktober 2002

Mit einem offenen Brief an die Festivalleitung haben die deutschen Kreativen auf den geplanten Ausschluß aus den Jurys der beiden Kreativwettbewerbe Cannes und Eurobest reagiert. In dem an Chairman Roger Hatchuel gerichteten Schreiben heißt es, dass Hatchuel seine Entscheidung aus rein kommerziellen Interessen getroffe habe, da beide Festivals im Besitz seiner Familie sind. Er würde damit nicht nur dem Ruf beider Wettbewerbe schaden, sondern auch das Ansehen sämtlicher Cannes-Sieger und Jurymitglieder der vergangenen Jahre in den Schmutz ziehen.

Desweiteren appellieren die Agenturvertreter an Hatchuel, die Sperre deutscher Jurymitglieder aufzuheben, um dem öffentlichen Ansehen von Kreativwettbewerben nicht noch zusätzlich zu schaden. Unterzeichnet ist der Brief von Mathis Berg (Young & Rubicam), Kurt-Georg Diekert (TBWA), Carsten Heintzsch (Saatchi & Saatchi), Detmar Karpinski (KNSK), Paul Steentjes (DDB), Sebastian Turner (Scholz & Friends) und Deneke von Weltzien (Jung von Matt).
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