Cannes Lions führen Code of Conduct für Juroren ein

Donnerstag, 07. März 2013
Cannes definiert feste Spielregeln für die Jury-Arbeit
Cannes definiert feste Spielregeln für die Jury-Arbeit

Nachdem es letztes Jahr Zoff um das Abstimmungsverhalten einiger Juroren bei den Cannes Lions gab, führt das Festival nun einen Verhaltenskodex ein. So müssen sich die Jurymitglieder schriftlich verpflichten, sich nicht auf Absprachen einzulassen und weder für noch gegen einzelne Länder, Agenturen, Networks oder Holdings zu stimmen. Ein Code of Conduct kommt in Cannes zum ersten Mal zum Einsatz. Laut Auskunft der Veranstalter stammt die Idee von der Prüfungsgesellschaft PwC, die den Juryprozess unter die Lupe genommen hat. Einen Zusammenhang mit dem Streit zwischen Amir Kassaei und WPP im vorigen Jahr wollen die Verantwortlichen nicht erkennen. "Wir wollen sicherstellen, dass alle Juroren den Abstimmungsprozess ernst nehmen und respektvoll mit den Arbeiten umgehen", sagt eine Sprecherin der Cannes Lions.

Man habe den Kodex schon beim Eurobest-Festival Ende vorigen Jahres etabliert und werde das sukzessive bei allen Wettbewerben tun, die man ausrichtet. Dazu gehört unter anderem auch Dubai Lynx. Nach dem Cannes Festival 2012 hatte DDB-Kreativchef Kassaei den Juroren von WPP vorgeworfen, taktisch abzustimmen – mit dem Ziel, die Agenturen aus der eigenen Gruppe zu bevorzugen und Wettbewerber kleinzuhalten. WPP hatte den Vorwurf zurückgewiesen. mam
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