Cannes Lions: Shortlists für Direct, Promo und PR stehen fest / Jung von Matt bereits achtmal nominiert

Montag, 21. Juni 2010
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Die deutschen Werber haben die ersten drei Jury-Vorrunden in den Wettbewerbssparten Direct, Promo & Activation und PR mit ähnlichen Ergebnissen überstanden wie im Vorjahr. Bei den Direct Lions dominieren sie mit 19 Platzierungen traditionell die Shortlist, dicht gefolgt von Australien mit 18 Nominierungen. Insgesamt schafften es 164 der 1440 Einsendungen eine Runde weiter. Die deutschen Teilnehmer konnten knapp 11 Prozent ihrer 175 Einsendungen in einen Shortlistplatz verwandeln. Die größten Hoffnungen auf einen Direct Lion können sich Kolle Rebbe, Jung von Matt und Serviceplan mit je drei Shortlistplätzen machen. Grabarz & Partner, Ogilvy und Red Urban haben noch je zwei Arbeiten im Rennen. Je einmal nominiert sind DDB, Gürtlerbachmann, Euro RSCG und Interpol. Punkten konnten die Agenturen mit Arbeiten für Kunden wie Misereor und Vorwerk (Kolle Rebbe), RWE und 13th Street (Jung von Matt) sowie Ikea (Grabarz & Partner), Bang & Olufsen (Servcieplan) und Bosch (DDB).

Bei den Promo & Activation Lions fällt die vorläufige Bilanz ähnlich aus die im Vorjahr: Hier konnten die Deutschen zehn Einsendungen in einen Shortlist-Platz verwandeln - genauso viele wie 2009. Bleibt zu hoffen, dass die Löwen-Ausbeute größer sein wird als voriges Jahr, wo es nur für einen Promo Lion reichte. Insgesamt hat die Jury hier 150 der insgesamt 1595 Arbeiten nominiert. Das entspricht einer Quote von 9,4 Prozent. Die meisten Shortlistplätze gehen auf das Konte der USA (21), gefolgt von Australien (16) und Schweden (11).

Auch in dieser Wettbewerbssparte liegt Jung von Matt mit drei Nominierungen noch sehr gut im Rennen. Von den Hamburger Werbern stammt unter anderem die bereits mehrfach preisgekrönte und im Vorfeld bereits als Favorit gehandelte Arbeit für die Hamburger Philharmoniker. Neben Jung von Matt konnten sich die Agenturen DDB (2x), Kolle Rebbe, Grabarz & Partner, Ogilvy, Serviceplan und Scholz & Friends auf der Shortlist platzieren.

Deutlich verbessern konnten sich die deutschen Teilnehmer bei den erst im Vorjahr eingeführten PR Lions. Hier reichte es dieses Jahr immerhin für fünf Nominierungen. 2009 waren es nur zwei. Insgesamt schafften es hier 87 und damit stolze 15,2 Prozent aller 571 Einsendungen eine Runde weiter. Die meisten Platzierungen gehen auf das Konto von Schweden (15), gefolgt von den USA (13) sowie Brasilien und Großbritannien (je 8).

Jung von Matt ist auch bei dieser Vorrunde der stärkste deutsche Teilnehmer mit zwei Shortlistplätzen - beide für die Kampagne der Hamburger Philharmoniker. Mit DDB ist eine weitere klassische Agentur in der Sparte PR erfolgreich. Die Berliner konnten die Jury mit ihrer „Schneemann“-Aktion für Entega überzeugen. Außerdem nominiert: die PR-Agenturen Publicis Consultants und Faktor 3 mit Kampagnen für Shell beziehungsweise Wiesmann.

Die Ergebnisse in den Kategorien Direct, Promo & Activation und PR werden morgen abend bei der ersten Preisverleihung der diesjährigen Cannes Lions im Palais du Festival bekannt gegeben. bu
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