Cannes Lions: BBDO und Ogilvy holen Outdoor-Gold

Mittwoch, 18. Juni 2008
BBDO Düsseldorf und Ogilvy in Frankfurt holen Gold in der Kategorie Outdoor
BBDO Düsseldorf und Ogilvy in Frankfurt holen Gold in der Kategorie Outdoor

Erfreuliche Bilanz beim Outdoor-Wettbewerb in Cannes: Die deutschen Agenturen haben mit insgesamt zehn Löwen am besten abgeschnitten. Die Bilanz im Einzelnen: Zweimal Gold, zweimal Silber und fünfmal Bronze. Die beiden goldenen Löwen gehen an BBDO Düsseldorf für die Arbeit "Noise hair trimmer" im Auftrag von Braun sowie an Ogilvy Frankfurt für "Matchbox toy cars" (Kunde: Mattel). Über die beiden Silber-Trophäen können sich DDB (Arbeit: "Park distance control"; Kunde: Volkswagen) und Heye ("Freshness box salad"; McDonald’s) freuen. Bronze geht an DDB (2X) erneut für Volkswagen, Scholz & Friends (2X) für Nykke & Kokki und Ravensburger Spieleverlag und  Ogilvy Frankfurt für Ikea.  

"Diese Löwenausbeute für Deutschland ist ein sehr gutes Ergebnis", erklärt der deutsche Outdoor-Juror Christian Daul, Kreativchef von Y&R Germany. Dies gelte umso mehr im Vergleich zum Resultat der übrigen Europäer und der US-Amerikaner. In der Tat: Vor allem bei den Goldgewinnern haben die asiatischen Teilnehmer diesmal besonders gut abgeschnitten. Fünf der neun Gold-Löwen gehen in diese Region. "Asien wird immer stärker. Ich bin fest davon überzeugt, dass in Zukunft sogar noch mehr Preise dorthin gehen werden", sagt Daul.

Auch Jurypräsident Prasoon Joshi von McCann-Erickson in Indien lobt die Entwicklung der asiatischen Länder und liefert zugleich eine Begründung für das Ergebnis: "Das Medium Outdoor spielt in diesen Ländern eine wichtigere Rolle als in Europa und den USA." Beim Grand Prix hatten dennoch die USA die Nase vorn. Wie schon in der Kategorie Promo geht der Hauptpreis an die Agentur BBDO New York für ihre "Voyeur"-Kampagne im Auftrag des TV-Senders HBO. "Für uns war es der perfekte Outdoor-Auftritt, weil er mitten im Leben spielt und die Menschen einbindet", begründet Joshi die Entscheidung der Jury. Auffällig ist, dass außer einigen Beispielen wie dem Grand Prix die meisten Gewinnerarbeiten aus dem Bereich der traditionellen Außenwerbung kommen - also Plakate und Poster sind.

Ungewöhnliche Ambient-Auftritte sind dagegen nach wie vor die Ausnahme. Das Thema Goldideen hat lautet Juror Daul bei diesem Wettbewerb keine Rolle gespielt. "Das wird in einer Outdoor-Jury traditionell entspannter gesehen als anderswo", so Daul. Kritisch sieht er dagegen die Flut von Einsendungen aus Deutschland. Mit insgesamt 671 eingereichten Beiträgen führten die hiesigen Agenturen das Teilnehmerfeld klar an. "Die deutschen Agenturen müssen sich fragen, ob sie weiterhin die Zahlmeister des Festivals sein wollen und extrem viele Arbeiten einsenden - oder ob es sich nicht lohnt, im Vorfeld genauer zu selektieren", so Daul.

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