Cannes Lions 2005: Englischsprachige Länder räumen bei den Radio Lions ab

Mittwoch, 29. Juni 2005
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Cannes Amtsprache DDB Chicago USA Klaus Funk Malcolm Poynton


Bei der Premiere der Radio Lions vergeben die Juroren 31 Preise / Gold für DDB Chicago Der in Cannes erstmals ausgetragene Radio-Wettbewerb wurde von den englischsprachigen Ländern dominiert. 23 der insgesamt 31 Löwen gingen in Nationen, in denen Englisch Amtsprache ist. Die meisten Preise nehmen die Agenturen aus den USA mit nach Hause. Neben dem Grand Prix für die Bud-Light-Kampagne "Real men of genius" von DDB Chicago (Produktion: Chicago Recording Company) gehen einmal Gold, zweimal Silber und sechsmal Bronze in die Vereinigten Staaten.

Jurypräsident Malcolm Poynton wehrt sich jedoch gegen den Eindruck, dass es englischsprachige Arbeiten leichter gehabt haben: "Wir haben die Ideen bewertet, nicht ihre Herkunft." Der deutsche Juror Klaus Funk stößt ins gleiche Horn: "Es gab kein Handycap für die anderen Länder." Zur Begründung führt er an, dass alle Einreichungen neben der Originalfassung in englischer Übersetzung vorlagen. Zudem gab es ein ausführliches Script.

Unter den prämierten Arbeiten sind zwei aus Deutschland. BBDO Campaign in Düsseldorf sicherte sich Silber mit einem Spot für Aspirin von Bayer (Produktion: 3 Klang). Bronze holte Kolle Rebbe in Hamburg mit einer Arbeit für Bisley. Für das kommende Jahr erwartet Funk, dass der Zuspruch noch größer sein wird als diesmal. Bei der Premiere des Wettbewerbs gingen insgesamt 1020 Arbeiten ins Rennen, 167 davon schafften es auf die Shortlist. mam
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