Cannes: Keine Deutschen auf der Shortlist von Creative Effectiveness

Freitag, 24. Juni 2011
Szene aus "Auditorium" von JWT Mailand für Heineken (Youtube-Link siehe im Text)
Szene aus "Auditorium" von JWT Mailand für Heineken (Youtube-Link siehe im Text)


Premiere ohne deutsche Teilnehmer: In der in diesem Jahr neu eingeführten Wettbewerbssparte Creative Effectiveness hat es keine der neun eingereichten Arbeiten aus Deutschland auf die Shortlist geschafft. Insgesamt wählten die strenge Jury um TBWA-Chairman Jean-Marie Dru zehn Einreichungen ins Finale: Gerade einmal sieben Prozent der weltweit 142 eingesandten Arbeiten kommen damit eine Runde weiter. Zugelassen waren Kampagnen, die im Vorjahr in einer der bestehenden Wettbewerbskategorien entweder einen Shortlistplatz oder einen Löwen ergattern konnten.
Dominiert wird die Shortlist von den USA, die mit vier Beiträgen weiter im Rennen um die neuen Löwen liegen, gefolgt von Großbritannien mit drei Eisen im Feuer. Überraschend ist das nicht, denn die beiden Länder haben mit 27 beziehungsweise 17 Arbeiten am meisten eingesandt.

Chancen haben TBWA/Media Arts Lab in Los Angeles mit ihrer Kultkampagne Mac vs. PC für Apple sowie Wieden + Kennedy, Portland, mit dem Spot "The Man Your Man Could Smell Like" für die Procter & Gamble-Marke Old Spice, mit dem die Agentur im Vorjahr den Grand Prix in der Kategorie Film abstauben konnte. Außerdem sind die beiden New Yorker Agenturen BBDO mit der Snickers-Kampagne "You're Not You When You're Hungry" und BBH mit "Clean Your Balls" für Axe-Duschpflege mit dabei. Aus Großbritannien konkurrieren Leo Burnett, London (Kunde: McDonald's), Abbott Mead Vickers BBDO (Kunde: Pepsico) und DDB (Kunde: Hasbro), alle London. Die anderen drei Shortlistplätze gehen an die neuseeländische Agentur Colenso BBDO, Auckland (Kunde: TVNZ), BBDO India (Kunde: Procter & Gamble, Gillette Mach3) sowie JWT in Mailand mit der "Auditorium" beziehungsweise "Are You Still With Us?" für Heineken, die unter anderem zwei Goldlöwen in der Kategorie Promo & Activation holte.

Bewertet werden die Arbeiten anhand der Kriterien Strategie und Idee, die zu jeweils 25 Prozent in das Endergebnis einfließen, sowie das Kriterium Ergebnis, dass 50 Prozent zählt. Ein Deutscher ist unter den Jurymitglieder nicht vertreten. Die Gewinner werden am Samstagabend bekanntgegeben. jm
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