Cannes: Großzügige Media-Jury vergibt acht Löwen an deutsche Agenturen

Dienstag, 23. Juni 2009
-
-

Sehr spendabel zeigte sich in diesem Jahr die Media-Lions-Jury unter Vorsitz von Nick Brien, CEO von Mediabrands. Obwohl mit 1840 Arbeiten etwa 8 Prozent weniger eingereicht wurden als 2008, verteilte das Team 122 Löwen - letztes Jahr waren es nur 55. Davon gehen acht Löwen nach Deutschland (2008: fünf Media-Löwen). TBWA kann sich über den einzigen Gold-Löwen in dieser Kategorie freuen. Die Düsseldorfer Niederlassung der Agentur überzeugte mit der Arbeit „Ceiling Cinema“ für Nissan, die laut Jurymitglied Jochen Lenhard, Managing Director von Mediaplus, sogar in der Diskussion für den Grand Prix war. Hier machte letztlich dann aber eine japanische Kampagne für Kit Kat von JWT in Tokio das Rennen. Der Best-of-Show-Gewinner zeichnet sich dadurch aus, dass mit der „Kit Kat Mail“ ein gänzlich neues Medium kreiert wurde, das in seiner Heimat sehr schnell Millionen von Fans gefunden hatte und für eine starke Interaktion mit der Marke sorgte.

Alles auf einen Blick

Alles auf einen Blick
Alle Nachrichten und Bilder vom Werbefestival in Cannes gibt es im großen Cannes-Special von HORIZONT.NET.

Weitere deutsche Gewinner in dieser Wettbewerbssparte sind DDB und TBWA, die je einen silbernen Löwen für Arbeiten im Auftrag der Kunden Ikea beziehungsweise Adidas abräumten. Außerdem gab es fünf Bronzemedaillen für DDB (Kunde: Ikea), TBWA (Kunde: Nissan), MAB (Kunde: BMW), Lukas Lindemann Rosinski (Kunde: Mytoys.de) und Ogilvy (Kunde: Anad).

Lenhard betont, dass die Media-Lions-Jury sehr großen Wert auf Effizienz gelegt habe. „Nur Kampagnen, die wirklich relevant für den Verbraucher sind, hatten in dieser Kategorie die Chance, aufs Siegertreppchen zu gelangen“. Die deutschen Teilnehmer ermuntert Lenhard, künftig noch mehr in Richtung neue Medien zu experimentieren. Media- und Kreativagenturen müssten noch stärker als bisher darüber nachdenken, wie sie Inhalte schaffen, die so interessant sind, dass sich der Verbraucher freiwillig an deren Verbreitung via Online-Medien wie Facebook und Twitter beteiligt. bu
Meist gelesen
stats