Cannes: Deutschen Agenturen dominieren Design-Shortlist

Dienstag, 18. Juni 2013
In Cannes werden heute Abend die nächsten Preise vergeben
In Cannes werden heute Abend die nächsten Preise vergeben

Neue Shortlists aus Cannes - mit guten Nachrichten für die deutschen Agenturen: In der Wettbewerbssparte Design brachten hiesige Kreative die meisten Arbeiten auf die Shortlist. Etwas spärlicher sieht die Ausbeute dagegen in der Kategorie Cyber aus. Bei den Cyber Lions gehen sechs deutsche Arbeiten bzw. vier Kampagnen ins Rennen um die Löwen. Sie kommen von BBDO (1x für BUND, 3x für True Smoothies) und Serviceplan (2x für Alive). Dass die deutschen Agenturen damit nur gut halb so viele Shortlist-Plätze ergatterten wie im Vorjahr (2012: 11), dürfte auch an dem um gut 30 Prozent zurückgegangenen Einsendevolumen liegen. Insgesamt wählte die Jury mit dem Vorsitzenden Bob Greenberg (R/GA) und der deutschen Jurorin Elke Klinkhammer (Razorfish) 196 Arbeiten auf die Shortlist. Die USA liegen mit 56 Arbeiten vorne, es folgen Großbritannien (22) und Australien (19).

Große Hoffnungen der deutschen Kreativen liegen auf der traditionell starken Design-Sparte. Und die Chancen stehen nicht schlecht: Nach 22 Platzierungen im Vorjahr konnten kommen diesmal 27 Arbeiten verteilt auf 20 Kampagnen - auf der Shortlist aus Deutschland. Damit eroberten die hiesigen Kreativen die Spitze im Ranking der meisten Shortlist-Platzierungen zurück. Die meisten nominierten Arbeiten kommen von Mutabor (8), es folgen Kolle Rebbe (6), Ogilvy und Serviceplan (jeweils 3). Ebenfalls auf der Shortlist: Thjnk (2), DDB (1), Gürtler Bachmann (1) sowie Schmidhuber & Partner (1). Insgesamt dürfen sich 234 Arbeiten Hoffnungen auf einen Löwen machen. Hinter Deutschland haben die Kreativen aus Japan und Großbritannien (jeweils 20) die meisten Pfeile im Köcher, die im vergangenen Jahr am häufigsten auf der Shortlist vertretenen Amerikaner teilen sich mit 19 Arbeiten den dritten Platz mit Indien. In der Jury um Chairwoman Mary Lewis (Lewis Moberly) sitzen für Deutschland Heinrich Paravicini (Mutabor) und Katrin Oeding (Studio Oeding).

In der Kategorie Radio tauchen deutsche Arbeiten zehnmal auf der Shortlist auf. Ogilvy geht mit einem Spot für Coca-Cola (Tonstudio: Sinus AV Studio) und der Hörfunkkampagne für Oroverde (Tonstudio: Studio Funk, Düsseldorf) ins Rennen, des Weiteren haben zwei Lufthansa-Spots von Kolle Rebbe (Tonstudio: Studio Funk, Hamburg) und zwei Spots der Agentur Anyever für den Kunden Audi (Tonstudio: Studio Funk, Düsseldorf) Chancen auf einen Löwen. Insgesamt umfasst die Liste 163 Einträge. Deutsche Agenturen hatten 120 Arbeiten eingeschickt (2012: 149). Die Jury wird geleitet vom Eardrum-Co-Gründer Ralph van Dijk, deutsches Mitglied ist Ralf Heuel (Grabarz & Partner). ire
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