Cannes-Abräumer Digital Kitchen baut erstes Twitter-Klavier

Mittwoch, 25. Juli 2012
So funktioniert Stanley (zum Vergrößern bitte anklicken)
So funktioniert Stanley (zum Vergrößern bitte anklicken)
Themenseiten zu diesem Artikel:

Twitter Cannes Infokanal Smart Argentinien Chicago Einzelbild


Schon längst dient der Kurznachrichten-Dienst Twitter nicht mehr nur als Infokanal, um aktuelle Nachrichten ins Haus geliefert zu bekommen. Immer häufiger inspiriert er auch die Kreativen aus aller Welt. Erinnert sei an den ersten Twitter-Animationsfilm von Smart in Argentinien, dessen Einzelbilder aus Twitterbotschaften bestehen. Jetzt gibt es ein weiteres kurioses Beispiel, wie man den Microblogging-Dienst nutzen kann. Die Idee dazu kommt diesmal aus Chicago - und zwar vom Cannes Grand-Prix-Gewinner Digital Kitchen. Die US-Kreativen sorgten 2011 für Furore, als sie mit ihrem Design des Hotels The Cosmopolitan of Las Vegas den Best-of-Show-Award in der Kategorie Design gewannen. Nun lassen die US-Amerikaner erneut aufhorchen - und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. "Stanley" heißt das klassische Klavier, das die Agentur im Rahmen des interaktiven Experimentes in eine Jukebox umgewandelt hat. Das Besondere: Um dem Piano Töne zu entlocken, bedarf es keines Geldstücks, sondern einer Twitter-Botschaft.

Das Ganze funktioniert so: Per Musikwunsch-Tweet an @stanleypiano wird ein Moderationstool aktiviert, das die Liedanfragen in eine Warteschlange einreiht. Wenn der entsprechende Song an der Reihe ist, erhält der User eine automatische Antwort auf seinen Tweet. Ein USB-MIDI-Interface reicht die Noten des entsprechenden Musikwunsches an die Hardware im Klavier weiter. Jede Note setzt dann eine Taste der Klaviatur in Bewegung.

Seine weltweite Live-Premiere feierte Stanley vergangene Woche in Seattle auf der Capitol Hill Block Party. Bleibt zu hoffen, dass weitere Auftritte folgen werden. jm
Meist gelesen
stats