Bilanzchaos bei Interpublic findet kein Ende

Mittwoch, 20. November 2002
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Interpublic Bilanzchaos Umsatz SEC


Die Werbholding Interpublic hat eine Woche später als geplant ihre Neun-Monats-Zahlen vorgelegt. Von Januar bis September 2002 erwirtschaftete der New Yorker Konzern einen Umsatz (Gross Income) von 4,5 Milliarden US-Dollar. Das sind 10 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der operative Gewinn beträgt 435 Millionen Dollar.

Für das 3. Quartal 2002 berichtet die Holding, zu der unter anderem die Agenturnetzwerke McCann-Erickson, FCB und Lowe gehören, einen Umsatzrückgang von 7,4 Prozent auf 1,5 Milliarden Dollar im Vergleich zum 3. Quartal 2001.

Grund für die verspätete Vorlage der Zahlen sind erneute Bilanzkorrekturen für den Zeitraum 1997 bis 2001. Das Unternehmen musste bereits zum dritten Mal in Folge seine Zahlen berichtigen. Mittlerweile hat sich die New Yorker Wertpapierbörse (Securities and Exchange Commission SEC) dem Fall angenommen und angekündigt, dass sie für den genannten Zeitraum eine Überprüfung vornehmen wollte.

Die Fehlbuchungen belaufen sich laut Interpublic-Management jetzt auf 181,3 Millionen Dollar, wobei der größte Teil auf fehlerhafte Buchungen innerhalb des europäischen McCann-Netzwerks zurückzuführen ist.
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