Bilanz: WPP legt um rund 3 Prozent zu / Verhaltener Ausblick

Freitag, 01. März 2013
WPP-Boss Sir Martin Sorrell
WPP-Boss Sir Martin Sorrell


Der weltweit größte Werbekonzern WPP hat seine Bilanz für das Jahr 2012 vorgelegt. Den aktuellen Zahlen zufolge konnte die Muttergesellschaft von Werbenetworks wie Ogilvy & Mather, Y&R, JWT und Grey sowie der Mediaagentursparte Group M dem Umsatz um 3,5 Prozent auf 10,4 Milliarden britische Pfund (12,1 Milliarden Euro) steigern. Bereinigt um Zukäufe und Akquisitionen ergibt sich ein Plus von 2,9 Prozent. Der Gewinn vor Steuern konnte um 8 Prozent auf 1,1 Milliarden Pfund gesteigert werden. Die operative Marge liegt bei 14,8 Prozent – laut WPP ein Rekordwert. Auch WPP bleibt – wie die Wettbewerber – nicht vor den Problemen in der Euro-Zone verschont. Für die Region "Western Continental Europe" gibt die Holding ein Umsatzminus von 2,6 Prozent an, weist aber darauf hin, dass sich die Situation im 4. Quartal leicht verbessert hat. In allen anderen Regionen ist die Gruppe dagegen gewachsen, am stärksten in Großbritannien, wo das Plus bei 7,7 Prozent liegt. Schaut man sich die um Währungseffekte und Zukäufe bereinigten Zahlen an, ergibt sich jedoch ein etwas anderes Bild: Erwartungsgemäß liegen hier die Wachstumsregionen in Asien und Lateinamerika mit einem Plus von über 8 Prozent vorn, gefolgt von Großbritannien mit einem Plus von 4 Prozent.

In Bezug auf die einzelnen Kommunikationsdisziplinen konnte WPP im Bereich Werbung und Media am stärksten zulegen (ohne Zukäufe und Währungseffekte). Auch im Bereich "Branding and Identity, Healthcare and Spezialist Communications" haben sich die Geschäfte positiv entwickelt. Weniger gut sieht es dagegen bei Public Relations und Public Affairs aus. Hier verzeichnet WPP ein leichtes Minus.

Für den Januar 2013 meldet die Holding ein Umsatzplus von 2 Prozent. Für den weiteren Verlauf des Jahres bleibt die von CEO Martin Sorrell geführte Gruppe vorsichtig, wie zuvor schon die Wettbewerber bei der Vorlage ihrer Bilanzen. WPP rechnet 2013 mit einem Umsatzplus von 3 Prozent, weist aber gleichzeitig auf die schwierigen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen hin. Genannt werden unter anderem die Instabilität in der Euro-Zone, die politischen Unsicherheiten im Nahen und Mittleren Osten sowie die haushaltspolitischen Probleme im den USA. Impulse für das eigene Geschäft erhofft sich WPP vor allem aus wachstumsstarken Regionen in Asien und Lateinamerika sowie aus dem Digitalbereich. mam
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