Berliner Werbefilmer kehren VDW den Rücken

Donnerstag, 31. Mai 2007
Verbandsgeschäftsführerin Uta-Sabine Haerlin bedauert die Kündigungen
Verbandsgeschäftsführerin Uta-Sabine Haerlin bedauert die Kündigungen

Drei Wochen vor den Cannes Lions stürzt der Verband Deutscher Werbefilmproduzenten (VDW) in eine schwere Krise: Vor wenigen Tagen haben überraschenderweise sechs Mitglieder, die gemeinsam knapp 20 Prozent des Marktvolumens der deutschen Werbefilmer repräsentieren, ihre Kündigung eingereicht. Die Berliner Produktionsfirmen Soup, Big Fish und Salt sowie Neue Sentimental Film (NSF) mit Niederlassungen in Berlin, Frankfurt und Hamburg werfen dem Verband vor allem mangelnde Effizienz vor. Überdies soll ein Streit über die vom VDW initiierte Treuhandverwertungsgesellschaft für den Werbefilm (TWF) entbrannt sein. Einige Mitglieder unterstellen dem Vorstand in dieser Angelegenheit mangelnde Transparenz.

Vorstandssprecher Helmut Hartl und Verbandsgeschäftsführerin Uta-Sabine Haerlin äußern ihr Bedauern über die Kündigungen und wollen noch einmal das Gespräch mit den betreffenden Firmen suchen: "Selbstverständlich haben sie die Möglichkeit, ihre Kündigung wieder zurückzunehmen", erklärt Haerlin. "Ebenso sind sie in Zukunft im Verband jederzeit wieder willkommen." bu

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der HORIZONT-Ausgabe 22/2007, die am 31. Mai erscheint.

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