Berliner Senat und Dojo kämpfen gemeinsam gegen häusliche Gewalt

Freitag, 20. August 2010
Häusliche Gewalt ist alles andere als offensichtlich
Häusliche Gewalt ist alles andere als offensichtlich
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Im Kampf gegen häusliche Gewalt setzt die Stadt Berlin jetzt medial ein Zeichen. Mit der Kampagne "Hinter deutschen Wänden" will die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen ab dem 25. August auf das Problem aufmerksam machen. Im Fokus der Aktion steht ein Kinospot, der in den Cineplex- und Off-Kinos sowie dem Fahrgastfernsehen "Berliner Fenster" ausgestraht werden soll. Begleitet wird der Spot von stadtweiten Großplakaten mit dem Slogan „Manchmal sieht man es erst auf den zweiten Blick", City Cards und einer Hotline als zentrale Anlaufstelle. Die speziell eingerichtete Website http://www.hinter-deutschen-waenden.de/ enthält zudem die wichtigsten Informationen und Hilfeangebote.

Entwickelt wurde die Kampagne von der Berliner Werbeagentur Dojo und soll laut Senator Harald Wolf "Betroffene ermutigen, sich Hilfe zu holen und mit der Aufforderung an Unterstützer verbinden, den Opfern zu helfen. Potenzielle Täter sollen motiviert werden, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und Wege aus der Gewalt zu suchen."

Laut einer Studie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ist circa jede vierte Frau, also rund 25 Prozent, im Alter von 16 bis 80 Jahren mindestens einmal in ihrem Leben Opfer körperlicher oder sexueller Gewalt durch einen Beziehungspartner geworden. Allein in Berlin wurden im vergangenen Jahr über 16.000 Fälle von häuslicher Gewalt bei der Polizei registriert, so die Stadt. hor
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