Bengalos, Qualm und Poesie: Deepblue kämpft gegen Aids

Freitag, 30. November 2012
Bundesweite Plakate sollen wöchentlich 40 Millionen Kontakte erreichen
Bundesweite Plakate sollen wöchentlich 40 Millionen Kontakte erreichen
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Ein wenig erinnert der Auftritt an Werbung kultiger Jeansmarken: qualmende Fackeln, Menschen, die einer bestimmten Gesinnung folgen wie beispielsweise bei Levi's ("Go Forth"-Kampagne) oder Wrangler ("Red-Kampagne"). Doch bei diesem Auftritt geht es um etwas Ernstes: HIV. Unter dem Motto "Save your dream" wollen die Stiftung Jugend gegen Aids e.V. und ihre Hamburger Agentur Deepblue Networks Jugendliche auf die Gefahren des ungeschützten Geschlechtsverkehrs aufmerksam machen. Dafür greifen sie zu ungewöhnlichen Stilmitteln: knallroter Rauch, bengalische Feuer im Mix mit poetischen Texten. Die Kreation ist laut den beiden Managing Creative Directors Oliver Drost und Christian Thron die bislang größte bundesweite Aufklärungskampagne gegen Aids aus dem Blickwinkel von Jugendlichen. Neben der Kampagnenwebsite Save-your-dreams.de sollen Plakate in ganz Deutschland in Kooperation mit dem Außenwerber Ströer eine wöchentliche Reichweite von über 40 Millionen Kontakten generieren.

Zum Auftritt gehört außerdem ein 50-sekündiger Online-Spot, der die Zielgruppe mit geheimnisvollen Bildern und einer beschwörerischen Stimme aus dem Off für das Thema Kondome sensibilisieren will. "Wir stehen vor Hindernissen, an Abzweigungen. Vor Entscheidungen, die so groß erscheinen. (...) Lass nicht zu, dass HIV deine Träume zerstört. Benutz Kondome!", so ein Sprecher, während der Zuschauer zunächst nicht anderes sieht als dichten, roten Rauch. Bis sich dieser allmählich lichtet.

"Die manchmal kämpferische Suche nach dem eigenen Weg, das Festhalten an fragilen Träumen, die auf harte Realitäten treffen", beschreibt Daniel Nagel, Vorstandsvorsitzender von Jugend gegen Aids das emotionale Spannungsfeld der Kampagne.

Mit dem Auftritt ist Deepblue eine Arbeit gelungen, die nicht auf die Tränendrüse drückt oder auf den Schockeffekt setzt, sondern Jugendliche intelligenter anspricht. Zum verantwortlichen Agenturteam gehörten unter anderem auch Christoph Sinemus (Kreation), Burkhard Müller (Art) und Svenja Eggers (Copy). Als Fotograf war Björn Lexius an Bord. jm

Neben den Printplakaten umfasst die Kampagne auch digitale Poster. Diese finden Sie auf den folgenden Seiten



 



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