Bei Optimedia knallen die Kronkorken von Anheuser-Busch Inbev

Montag, 22. Oktober 2012
Anheuser-Busch Inbev zieht nach acht Jahren seinen Mediaetat bei Universal McCann ab
Anheuser-Busch Inbev zieht nach acht Jahren seinen Mediaetat bei Universal McCann ab

Wertvolles Neugeschäft für die Düsseldorfer Mediaagentur Optimedia: Nach einem langwierigen Pitch entschied sich der Brauereikonzern Anheuser-Busch Inbev für das Netzwerk aus der Vivaki-Gruppe. Das Bremer Unternehmen hatte sich im März dazu entschieden, seine komplette deutsche Mediastrategie mit den "führenden Agenturen zu diskutieren", wie Pressechef Oliver Bartelt mitteilt, und hat im Anschluss an diese Gesprächsrunde einen Pitch veranstaltet. Daran teilgenommen hat auch die Frankfurter Universal McCann (UM), die seit 2004 für AB Inbev gearbeitet und zum Teil stürmische Zeiten mit diesem Kunden erlebt hat. Nicht zuletzt wegen der drastischen Etatkürzungen dieses Kunden musste UM-Boss Michael Dunke das Hamburger Büro im Jahr 2009 schließen, wo der Etat von AB Inbev betreut wurde. Anfang 2011 kehrte UM aber wieder mit einer eigenen Niederlassung in die Hansestadt zurück. Der Etat von AB Inbev ist nach acht Jahren für UM jedoch passé.

Wie hoch die Mediaspendings des Brauereiriesen mit seinen Marken Beck's, Franziskaner und Hasseröder im kommenden Jahr ausfallen werden, kann Inbev-Sprecher Bartelt noch nicht genau beziffern, da man mitten im Planungsprozess sei. In den vergangenen Jahren lag der Mediaetat von Inbev meist zwischen 20 und 30 Millionen Euro. Angestrebt wird vor allem eine stärkere Verzahnung der klassischen Kommunikationskanäle wie TV mit den digitalen mobilen und sozialen Medien.

Dafür hat Optimedia laut Pressemitteilung ein stimmiges Gesamtpaket aus Strategie und Planung, Team-Chemie und den Einkaufsbedingungen abgeliefert. Der Düsseldorfer Mediaagentur steht das Neukundengeschäft, das ab Januar 2013 aktiv wird, gut zu Gesicht. Ab dem kommenden Jahr fehlt bei der Publicis-Tochter nämlich der Gesamtetat von L'Oréal, der zur Group M wechseln wird.

In der Kreation bleibt AB Inbev bei seiner Verteilung, die erst Anfang diesen Jahres überprüft wurde. McCann Erickson in Düsseldorf musste seiner Zeit den Beck's-Etat an BBDO abtreten, behielt aber das kreative Mandat für die Marken Franziskaner und Hasseröder. ejej
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