"Behindern ist heilbar": Hirschen kämpfen mit TV-Promis gegen Barrieren im Alltag

von Julia Bröder
Freitag, 16. November 2012
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Die Berliner Niederlassung von Zum Goldenen Hirschen hat im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales einen Social-Spot entwickelt, ohne dabei auf die Tränendrüse zu drücken. Die Hauptdarsteller Götz Otto ( u.a. "James Bond 007: Der Morgen stirbt nie"), Anatole Taubmann ("James Bond 007: Ein Quantum Trost") und vor allem Anneke Kim Sarnau ("Polizeiruf 110") befinden sich in dem Commercial ganz in ihrem Element. Denn der Film zeigt eine polizeiliche Vernehmung. Trotz des Pochens der Kommissarin und der Ansage ihres Kollegen, mehr Druck zu machen, bringt der Befragte kein Wort heraus. Der Grund erschließt sich erst, als Götz Otto einschreitet und eine Konversation in Gebärdensprache beginnt. "Behindern ist heilbar" lautet der Claim, der daraufhin sowohl visuell als auch sprachlich eingeblendet wird - begleitet von den stutzigen Gesichtern der beiden gescheiterten Polizisten.

Nach dem Hinweis auf das Bundesministerium als Absender der Kampagne ist der Spot aber noch nicht zuende. Es folgt eine 25-sekündige Erklärung des gehörlosen Darstellers darüber, dass seine Behinderung Teil seiner Persönlichkeit sei und es nicht darum gehe, sie zu heilen. Vielmehr sollte das Behindern im Alltag ein Ende finden. "Unser Traum ist eine inklusive Gesellschaft. Ohne Barrieren im Alltag und im Kopf", fügt Otto ebenfalls in Gebärdensprache hinzu.

Produziert wurde der Spot, der seit dieser Woche im Kino zu sehen ist, von Shape Minds. Regie führte Uwe Flade. jf
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