Befremdlicher Spot: Oxfam und Heike Makatsch verhöhnen Banker

Freitag, 17. August 2012
-
-

Seit Jahren setzt sich Oxfam im Rahmen der Kampagne "Steuer gegen Armut" für eine Finanztransaktionssteuer ein - und bewegt sich damit in einem EU-weit heftig debattierten Terrain. Dabei, so Oxfam, handelt es sich bei der geforderten Steuer doch nur um einen Winzling mit der Größe von 0,05 Prozent. Wie schwer dessen Geburt dennoch ist, soll jetzt ein Viral mit Heike Makatsch deutlich machen. In dem von M&C Saatchi kreierten und von Czar Film produzierten Spot spielt Makatsch die Frau von einem Investmentbanker (dargestellt von Stephan Grossmann), der sozusagen kurz vor der Niederkunft steht: Er soll den besagten Winzling auf die Welt bringen. In der wenig gemütlichen Szenerie eines Krankenhauses wehrt der Finanzmann sich mit Händen und Füßen gegen die bevorstehende Geburt, Heike Makatsch und weitere Protagonisten (Rike Eckermann als Empfangsdame, Mark Waschke als Arzt) reden ihm gut zu. Als das "Baby" schließlich doch da ist, streicheln es die frischgebackenen Eltern liebevoll. Am Ende des Zweiminüters weist Oxfam noch einmal schriftlich auf die Forderung nach einer Transaktionssteuer hin und nennt als Informationsadresse die Site www.oxfam.de/schweregeburt. Enstanden ist der Spot unter der Regie von Maximilian Erlenwein.

M&C Saatchi hat sich den Auftrag ohne Pitch gesichert. „Das muss man sich Mal vorstellen", sagt Agenturmann Christian Schuck. "0,05% ist gerade Mal ein Zweitausendstel. Wer als Topverdiener über so eine winzige Steuer so vehement klagt gehört einfach durch den Kakau gezogen. Gerade in einem Land, in dem wir auf wirklich alles Steuern zahlen müssen. Warum sollten da ausgerechnet die Banken eine Extrawurst bekommen?!" findet der Creative Director. jf
Meist gelesen
stats