BMW vergibt nur deutschen Mediaetat an Media Plus

Freitag, 19. März 1999

Nach zwei Präsentationsrunden fiel bei dem Münchner Automobilhersteller gestern endlich die Entscheidung. Wie BMW-Sprecher Tobias Nickel bestätigt, wurde der bereits bestehende Vertrag mit Media Plus „erweitert", so daß die Münchner Mediaagentur bis Ende 2000 den „gesamten Mediaetat der Marken BMW und Rover in Deutschland" verantworten wird. Im Laufe des Jahres „werden wir uns überlegen", so Nickel weiter, „wie wir im internationalen Bereich verfahren werden". Die Entscheidung darüber wurde vorerst auf Eis gelegt, denn ursprünglich beinhaltete das Briefing auch die internationalen Mediaetats für BMW und eine Unternehmenskampagne sowie die Errichtung einer europäischen Mediazentrale. Noch fehle die Werbung für den internationalen Auftritt, die Jung v. Matt, Hamburg, als neue Kreativagentur liefern wird, „aber die internationale Entscheidung muß bald kommen", prognostiziert der BMW-Sprecher. Damit beschränkt sich der Aktionsradius von Media Plus zunächst auf den deutschen Markt. Ob die Münchner wie seit elf Jahren auch weiterhin die internationale Print-Markenkampagne von BMW betreuen werden, ist noch offen. Als Einkaufsagentur wird aber weiterhin Concept Media Plus, München, fungieren, die eine 100prozentige Tochter von Media Plus und Concept Media, Hamburg, ist. Bei dem Pitch um den auf 120 Millionen Mark geschätzten BMW/Rover-Etat gewann Media Plus das Rennen gegen MQI, Ströbels Media-Label der Best of Media Holding, Düsseldorf, und Initiative Media, Hamburg. Die Hamburger verloren damit nach VW den zweiten Auto-Pitch in Folge. Derzeit bereitet sich die Mannschaft von Ernst-Wilhelm Wöhler auf den Pitch um den 150 Millionen Mark schweren Mediaetat von Citroën und Peugeot vor, zu dem auch Carat, Wiesbaden, und Optimum Media Direction, Düsseldorf, geladen sein sollen.
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