BBDO erwirtschaftet geringes Umsatzplus

Montag, 16. Februar 2004

Deutschlands größte Agenturgruppe BBDO hat das abgelaufene Geschäftsjahr 2003 mit einem leichten Plus abgeschlossen. Gleichzeitig hat sich die Agentur in größerem Umfang von Mitarbeitern getrennt, sodass Pro-Kopf-Umsatz und Rendite laut CEO Rainer Zimmermann im Vergleich zum Vorjahr gestiegen sind. Genau Zahlen nennt die Gruppe aufgrund der aus dem Sarbanes-Oxley-Act resultierenden Vorgaben ihrer Muttergesellschaft Omnicom nicht. Die US-Holding wird ihre Bilanz morgen veröffentlichen.

2002 hatte BBDO Germany mit rund 3500 Mitarbeitern ein Gross Income von 316 Millionen erzielt. Dem scheidenden Agenturchef Zimmermann zufolge haben sich zuletzt vor allem die Geschäftsfelder Public Relations, Consulting und Media positiv entwickelt. Auch das Sorgenkind klassische Werbung, mit dem die BBDO-Gruppe zwischen 25 und 30 Prozent ihres Gesamtumsatzes macht, konnte ein leichtes Plus erzielen. Hier wurden unter anderem die Etats von Kauhof und Siemens Business Solutions hinzugewonnen. Keine spürbaren Veränderungen gab es dagegen in den Bereichen CRM und Multimedia. Sponsoring und Events entwickelten sich rückläufig.

Große Hoffnungen für das laufende Geschäftsjahr ruhen auf den Tochterfirmen BBDO Consulting, ECC und Sellbytel. Sie sollen europaweit ausgebaut werden. Zudem kündigt der designierte CEO Hubertus von Lobenstein an, „die kreative Schlagzahl“ der klassischen Werbeagentur BBDO Campaign „zu erhöhen“. Der interne Umbau sei mit der Etablierung einer Säulenstruktur mit den vier Hauptmarken BBDO, Proximity, ECC und Sellbytel weitgehend abgeschlossen. Von Lobenstein übernimmt die Führung der deutschen BBDO-Gruppe Anfang April gemeinsam mit Kreativchef André Kemper. mam
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