BBDO-CEO Zimmermann fordert Leitverband

Donnerstag, 05. April 2001

Im Moment arbeitet noch jeder für sich. Werbeagenturen, PR-Agenturen, Dialogagenturen oder Multimedia-Agenturen - jede der Branchen hat ihren eigenen Verband. Geht es nach Rainer Zimmermann, dem CEO der BBDO Group Germany, könnte es irgendwann nur noch einen einzigen Verband geben, der alle Kommunikationsdisziplinen vertritt.

In einem Thesenpapier schlägt der BBDO-Chef vor, entweder alle Verbände zu fusionieren oder zumindest eine gemeinsame Plattform zu gründen, der sich Agenturen aus anderen Verbänden oder auch die Verbände selbst anschließen können. "Wir müssen entscheiden, ob eine Verbandsplattform, auf der alle Agenturen jeglicher Kommunikationsdisziplin vertreten sind, nicht wesentlich zeitgemäßer ist als acht oder neun Verbände, die nebeneinander agieren", bekräftigt Zimmermann. Er ist überzeugt, dass eine gemeinsame Vertretung der Branche auch gegenüber der Politik viel stärkeres Gewicht hätte. Außerdem entspreche ein Zusammenschluss der Tendenz der Branche, die Kommunikationsdisziplinen stärker zusammenzuführen. In der Führung des "Gesamt- oder Leitverbandes" sollten seiner Ansicht nach die verschiedenen Agenturdisziplinen vertreten sein. Der Gesamtverband Werbeagenturen (GWA) und der Deutsche Multimedia-Verband (DMMV) halten sich bislang noch mit Kommentaren zurück. Holger Albers vom Deutschen Direktmarketing-Verband hält dagegen nichts von einer Fusion der Verbände. Für den Austausch untereinander sei das Forum Komm ausreichend, betont Albers.

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