BAS Dialog meldet Insolvenz an

Mittwoch, 18. Dezember 2002

Die Münchner Dialogagentur BAS hat beim Amtsgericht München einen Insolvenzantrag gestellt. Die Kündigung der Kreditlinie durch die Hausbank habe zur Zahlungsunfähigkeit der Agentur geführt, so Geschäftsführer Peter Habersack. Massive Etatkürzungen der Kunden brachten das Aus für die Agentur. Im Laufe des Jahres hatte die Agentur ihr Personal bereits um rund 50 Prozent abgebaut und auch Kurzarbeit eingeführt.

"Wir konnten die Kosten gar nicht so schnell anpassen, wie uns das Income weggebrochen ist", betont Habersack, der die Entscheidung der Banken dennoch nicht nachvollziehen kann: "Im vierten Quartal haben wir schon fast schwarze Zahlen geschrieben." Insofern habe es durchaus eine Perspektive für die angeschlagene Agentur gegeben.

Die verbliebenen Mitarbeiter und Kunden gehen sukzessive auf die Agentur Finish über, die 1999 aus der Produktionsabteilung von BAS Dialog hervorgegangen ist. Heute hält Agenturchef Marcus Klemens 35 Prozent der Anteile, die übrigen 65 Prozent liegen in den Händen privater Investoren. Gemeinsam mit der übriggebliebenen BAS-Crew wird die Agentur rund 20 Mitarbeiter beschäftigen. BAS-Gründerin Monika Beumers hat angekündigt, dem Agenturleben den Rücken zu kehren.
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