Avantaxx startet Informationsoffensive

Mittwoch, 29. Juli 2009
Lutz Schaffhausen verbreitet Optimismus
Lutz Schaffhausen verbreitet Optimismus

Die bislang eher verschwiegene Avantaxx-Gruppe zeigt sich ungewohnt auskunftsfreudig. Nachdem die mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten kämpfende Holding gestern eine Meldung verschickt hat, in der sie Stellung zum Insolvenzantrag der Tochterfirma Deutsches Gesundheitsfernsehen (DGF) nahm, gibt es heute eine neue Mitteilung mit zusätzlichen Informationen. Darin wird erklärt: "DGF-Geschäftsführer und Gesellschafter Gerd Berger hat Insolvenz angemeldet, da er auf der Zahlung seiner Geschäftsführergehälter bestand." Nach Erkenntnis von Avantaxx sei das DGF aber immer noch zahlungsfähig. Auch bei Avantaxx selbst sei "eine Zahlungsunfähigkeit trotz einiger Engpässe bisher nicht gegeben", heißt es weiter.

Besonders aufmerksam dürfte man diese Mitteilung bei der strauchelnden Hamburger Agentur Springer & Jacoby zur Kenntnis nehmen, die ebenfalls zu Avantaxx gehört. Die Mitarbeiter zittern um ihre Gehälter für den Monat Juli. Die Juni-Gelder waren bereits verspätet ausgezahlt worden.

Avantaxx gibt sich zuversichtlich, bald eine neue Lösung für die Gruppe präsentieren zu können. Erste Restrukturierungsmaßnahmen, die allerdings nicht genauer benannt werden, seien festgelegt und teilweise auch schon umgesetzt. Weitere Maßnahmen, die ausdrücklich auch Firmenverkäufe beinhalten, sollen in dieser und der kommenden Woche umgesetzt werden. "Als Resultat wird es zu einer Neuaufstellung der Gruppe kommen," teilt Avantaxx-Chef Lutz Schaffhausen mit. mam 
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