Auch beim PR-Agenturenverband GPRA gibt es Kündigungen

Donnerstag, 01. September 2011
GPRA-Präsident Alexander Güttler
GPRA-Präsident Alexander Güttler

Unruhige Zeiten für Deutschlands Agenturverbände. Nach den Kündigungen beim GWA gibt es nun auch Abgänge bei der Gesellschaft Public Relations Agenturen (GPRA). Raike Kommunikation in Hamburg und PR Nord in Braunschweig haben ihre Mitgliedschaft zum Jahresende gekündigt. Hinzu kommt der schließungsbedingte Austritt der Agentur Kaikom in Düsseldorf. Damit reduziert sich die Anzahl der GPRA-Mitglieder auf 31. Die beiden Firmen, die jetzt gekündigt haben, fühlen sich im Verband nicht mehr richtig aufgehoben. "Aktuell sehen wir immer weniger Kongruenz zwischen den Zielen der GPRA und unseren Agenturzielen", begründen die Chefs von PR Nord ihren Entschluss in einer Mitteilung an die GPRA. Auch die jüngste Mitgliederversamlung, bei der eine Neuausrichtung des Verbands beschlossen wurde, habe nicht neu motivieren können. Auch Wolfgang Raike, Chef der gleichnamigen Agentur, hat Motivationsprobleme: "In den letzten fünf Jahren habe ich keinen Zugang mehr zur Verbandsarbeit gefunden", schreibt er in seiner Kündigung. Die Gründe dafür seien vielschichtig. Einen konkreten Anlass - oder gar Schuldige - gebe es nicht.

GPRA-Präsident Alexander Güttler bedauert die Kündigungen. Als generelle Kritik am Verband oder seiner Führung wertet er sie aber nicht. In diesem Zusammenhang verweist er auf die mit großer Mehrheit beschlossene Neuausrichtung sowie die Aktivitäten rund um die Themen Vertrauensindex, Branchenkodex und Pitchberatung  Die Mitglieder, die jetzt gekündigt haben, lädt er zu einem klärenden Gespräch ein. Sie könnten ihren Entschluss noch bis Weihnachten überdenken, teilt Güttler mit. mam

Mehr zum Thema lesen Sie in HORIZONT-Ausgabe 35/2011 vom 1. September
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