Arbeitsmarkt für Werber boomt

Mittwoch, 15. August 2007
Setzt auf den Nachwuchs: ZAW-Chef Volker Nickel
Setzt auf den Nachwuchs: ZAW-Chef Volker Nickel

Die deutsche Werbewirtschaft sucht verstärkt nach qualifiziertem Personal. Im ersten Halbjahr 2007 wurden 27 Prozent mehr Stellenanzeigen geschaltet. In seiner aktuellen Analyse zählte der Zentralverband der Deutschen Werbewirtschaft (ZAW) in den überregionalen Tageszeitungen, den Fachzeitschriften und in den relevanten Job-Portalen insgesamt 2701 Stellenangebote. Im Vergleichszeitraum 2006 waren es 2121.

Hinter dem größten Teil der Jobangebote stehen Agenturen als Absender. Sie schalteten 1773 Suchanzeigen, 31 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2006.

Wie bereits in den vergangenen Jahren, wird weiterhin zu einem großen Teil nach Praktikanten gesucht. Mit 455 Angeboten erhöhte sich hier die Nachfrage dazu auch am stärksten (plus 62 Prozent). Nach Interpretation des ZAW "spiegelt sich darin das Bemühen wider, dem Werbenachwuchs Einblick in das interessante Tätigkeitsfeld zu geben und Talente rechtzeitig an die Branche zu binden".

Möglicherweise erklärt das auch den Rückgang bei den Stellenangeboten für Auszubildende und Trainees. Hier gab es mit 49 Inseraten fast ein Drittel weniger Angebote als im Vorjahreszeitraum.

An zweiter Stelle bei den Suchprofilen stehen Mediaexperten mit 424 Angeboten (plus 36 Prozent). Danach folgen Marketing und Werbung (358 / plus 13 Prozent) und Grafiker/Mediendesigner (337 / plus 28 Prozent).

Der ZAW bewertet die weiter anziehende Suche nach Werbefachkräften nicht nur als Zeichen der anhaltend guten Werbekonjunktur, sondern auch als Signal an die Werbebranchen, sich stärker um Werbenachwuchs zu bemühen. "Wenn durch den demographischen Wandel das Tauziehen der gesamten Wirtschaft um Fachkräfte einsetzt, muss die Werbebranche die Attraktivität ihres Berufsfeldes verstärkt der nachrückenden Generation deutlich machen", mahnt ZAW-Sprecher Volker Nickel. si

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