Aperto steigt bei Plantage ein

Donnerstag, 21. Januar 2010
Partner: Marion Heine, Dirk Buddensiek, Daniel Simon, Stefan Holwe (v.l.)
Partner: Marion Heine, Dirk Buddensiek, Daniel Simon, Stefan Holwe (v.l.)

Die Digitalagentur Aperto übernimmt die Mehrheit der Anteile (51 Prozent) an der Kreativagentur Plantage. Beide Firmen haben ihren Sitz in Berlin. Durch den Kauf entsteht eine Gruppe mit mehr als 160 Mitarbeitern und einem Honorarumsatz von über 14 Millionen Euro. Die von Vorstand Dirk Buddensiek geführte Aperto trägt etwa 110 Beschäftigte und rund 9 Millionen Euro zu dieser Bilanz bei. Plantage und ihre Schwesterfirma Greenkern agieren auch in der neuen Konstellation als eigenständige Agenturmarken. Das Management bleibt ebenfalls unverändert. Um Plantage kümmern sich weiterhin die Gründer Stefan Holwe (Strategie, Beratung) und Marion Heine (Kreation), bei Greenkern leiten Daniel Simon und Ex-BBDO-Manager Sven John die Geschäfte.

Für die Beteiligten formiert sich durch die Partnerschaft das "digitalgetriebene Leadagenturmodell der Zukunft" - und eine der größten unabhängigen Agenturen in Deutschland. "Durch die Kooperation mit Plantage verstärken wir unsere strategische Marken- und unsere kreative Kampagnenkompetenz", sagt Aperto-Chef Buddensiek. Und Plantage-Gründer Holwe ergänzt: "Wir kommen den Bedürfnissen der Marketingentscheider entgegen, die eine kreative Leitagentur mit höchster Digitalkompetenz suchen."

Ausdrücklich betont Holwe, dass wirtschaftliche Zwänge keine Rolle für den Verkauf der Anteile gespielt haben. Die Kapitalsituation bei Plantage sei gut. Die erfolgsverwöhnte Agentur hat ein schweres Jahr hinter sich. Durch Budgetkürzungen bestehender Kunden ging der Umsatz deutlich zurück. In der Folge musste man sich von mehreren Mitarbeitern trennen.

Laut Holwe zeigt die Tendenz aber wieder nach oben. Ein Indikator: Die Kurzarbeit bei Plantage läuft im Februar aus und wird nicht verlängert. Zu den Kunden der Agentur zählen Mini und Sony. Aperto arbeitet unter anderem für verschiedene Bundesministerien, das EU-Parlament und Continental. mam

Mehr zum Thema lesen Sie in HORIZONT-Ausgabe 3/2010 vom 21. Januar.    
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