André Kemper: "Wir wollen keinen Kürzelhusten"

Freitag, 10. August 2012
André Kemper (Foto: Holde Schneider)
André Kemper (Foto: Holde Schneider)

Dass die Agentur Kemper Trautmann (KT) mit dem Einstieg von Karen Heumann und Armin Jochum einen neuen Namen bekommt, war klar – nur nicht welchen. Im Vorfeld wurde viel spekuliert. Das Rennen gemacht hat am Ende ein Kunstname: Thjnk - Trautmann, Heumann, Jochum und Kemper. Im Exklusivinterview mit HORIZONT erklärt Aufsichtsrat André Kemper, warum man die etablierte Marke KT abschaffen musste. Warum schmeißen Sie die erfolgreiche Marke Kemper Trautmann über Bord – lebensmüde?
Machen Sie sich um uns keine Sorgen, wir sprühen vor Lebenslust. Kemper Trautmann ist jetzt Geschichte – und es beginnt eine neue, aufregende Zeit. Wir möchten dies auch mit dem Namen zum Ausdruck bringen. Führung, Gesellschafter, Rechtsform: alles frisch, alles neu. Das wäre mit dem bisherigen Namen so nicht deutlich geworden.

Muss man den Namen ändern, um zu zeigen, dass sich etwas bewegt?
Es bewegt sich nicht nur etwas, wir starten eine neue, bessere Firma. Mit vier gleichberechtigten Partnern auf Augenhöhe. Würden wir weiter unter der Flagge KT segeln, entstünde automatisch der Eindruck: Michael und André bleiben die letzte Verteidigungslinie. Wir hätten eine Situation geschaffen, wie sie Karen und Armin zuletzt erlebt haben – und aus der sie raus wollten. Seien wir ehrlich: Ohne diesen konsequenten Schritt wären die beiden nicht gekommen. Der neue Name wird bei ihnen eine ganz andere unternehmerische Energie freisetzen als KT.

Wer hat sich Thjnk ausgedacht?
Armin.

Und Sie waren gleich begeistert von dem Vorschlag?
Nein, eher das Gegenteil. Aber je länger ich nachgedacht habe, desto besser fand ich die Idee. Von Anfang an war klar: Wir wollen keinen Kürzelhusten à la KTJH oder KJHT. Das hätte sich noch in fünf Jahren keiner merken können. Am Ende hätten alle weiterhin KT gesagt. Dazu kommt: Auch wir halten nichts von Agenturnamen, die klingen wie Unternehmensberatungen.

Woher soll man eigentlich wissen, dass sich Thjnk Think ausspricht?
Sie haben es doch auch gleich richtig ausgesprochen. Außerdem: Die Branche zerreißt sich gerade derart intensiv das Maul darüber – das übt. Die ersten Reaktionen, intern wie extern, stimmen uns zudem sehr zuversichtlich, dass wir eine gute Entscheidung getroffen haben. Interview: Mehrdad Amirkhizi

Das vollständige Interview, in dem André Kemper auch ausführlich über seine künftige Rolle als Aufsichtsrat spricht, lesen Sie in HORIZONT-Ausgabe 32/2012 
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