Amir Kassaei präsentiert Zehnpunkteprogramm für den ADC

Donnerstag, 16. Oktober 2008
Will den ADC reformieren: Amir Kassaei
Will den ADC reformieren: Amir Kassaei

DDB-Kreativchef Amir Kassaei, der für das Amt des ADC-Vorstandssprechers kandidiert, hat ein Zehnpunkteprogramm vorgelegt, mit dem er den Verband reformieren will. Im Mittelpunkt seiner Agenda steht das Ziel, den Verband zum"Club der Innovationen" zu machen. "Dem ADC fehlt eine übergeordnete Programmatik und Strategie", moniert Kassaei. Sein Maßnahmenpaket reicht von einer konsequenten Öffnung des Clubs für andere Bereiche der Kommunikation wie Industriedesign, Branded Entertainment und PR über eine Reform des Wettbewerbs bis zur Erschließung neuer Finanzierungsquellen und zur internationalen Ausrichtung des Clubs (siehe Kasten).

Das Zehnpunkteprogramm

1. Konsequente Öffnung

2. Relevanter Wettbewerb

3. Zeitgemäße Nachwuchsarbeit

4. Modern Creative Leadership

5. Relevanter Partner & Taktgeber

6. Transparentes Forum

7. Aktive Mitglieder

8. Neue Einnahmequellen & Neue Effizienz

9. Impulsgeber & Themenführer

10. Grenzenlos & International

"Der ADC muss wieder relevanter werden: für unsere Kunden, Wirtschaft und Gesellschaft, aber natürlich auch für unsere Mitglieder", sagt Kassaei im Interview mit HORIZONT. "Der ADC darf nicht zu einem Mikrokosmos von Kreativen verkümmern, die mit der realen Welt nichts zu tun haben", so der 39-Jährige.

Vorantreiben will Kassaei auch Kooperationen mit benachbarten Branchen. So soll der Austausch mit anderen Verbänden aus dem Kreativbereich gestärkt werden. Als Beispiel nennt er den Deutschen Architektenverband. "Nur durch diesen Austausch können wir behaupten, wir bilden etwas ab, das zeitgemäß ist", sagt der DDB-Mann. Gleichzeitig formuliert er den Anspruch, dass der ADC bei solchen Kooperationen "Themenführer und Taktgeber" sein müsse.

Kassaei stellt sich bei der Jahreshauptversammlung des ADC am 25. Oktober in München zur Wahl. Er tritt gegen Dörte Spengler-Ahrens, Kreativgeschäftsführerin bei Jung von Matt, an. Die 42-Jährige will sich im Vorfeld der Wahlen nicht zu ihrem Programm äußern. Ihr Argument: Da es sich um eine Präsenzwahl handele, bei der keine Stimmübertragung oder Briefwahl möglich sei, wolle sie der Veranstaltung nicht mit Veröffentlichungen vorgreifen. mam

Das komplette Interview mit Amir Kassaei lesen sie in HORIZONT-Ausgabe 42/2008 vom 16. Oktober.
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