Amerikanische Agenturen bauen Personal ab

Montag, 17. Dezember 2001
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Wirtschaftskrise Advertising Age Agentur


Die Wirtschaftskrise ist auch an amerikanischen Agenturen nicht spurlos vorübergegangen. So hat sich die Anzahl von Agenturmitarbeitern innerhalb eines Jahres um rund 7 Prozent verringert. Das ist ein Ergebnis des zehnten "National Ad Agency Salary Survey 2001", den der Informationsdienst "Ad Age" jährlich erhebt.

Die 40 größten amerikanischen Agenturen haben sich von Oktober 2000 bis Oktober 2001 sogar von knapp 8 Prozent ihres Personals getrennt. Bei einer Umfrage unter 262 kleinen bis mittelgroßen Agenturen gaben nur 31 Prozent an, mehr Beschäftigte eingestellt zu haben. 43 Prozent berichteten von Einsparungen im Personalbereich. Nur 48 Prozent der befragten Agenturen gaben ein Wachstum beim Gross Income an. Im Jahr zuvor freuten sich noch 75 Prozent über eine Zunahme des Gross Incomes.

Für nächstes Jahr sehen die Prognosen verhalten optimistisch aus: Zwei Drittel der von "Ad Age" befragten kleineren und mittelgroßen Agenturen erwarten ein Wachstum des Gross Incomes. Knapp 40 Prozent glauben sogar, dass dieses Wachstum über 10 Prozent liegt. Bei der schlechten wirtschaftlichen Lage mussten vor allem Spitzenkräfte in den Agenturen Gehaltskürzungen hinnehmen.

Der durchschnittliche Verdienst eines CEOs belief sich im Jahr 2000 noch auf 187.000 Dollar. Dieses Jahr waren es nur noch 167.000 Dollar. Die Gehaltssteigerungen sollen auch 2002 eher moderat ausfallen. Ein Drittel der Agenturen will die Gehälter sogar auf dem Niveau dieses Jahres einfrieren.
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