Agenturen rechnen für 2009 mit gleichbleibenden Umsätzen und rückläufigen Renditen

Dienstag, 10. März 2009
GWA-Präsident Peter John Mahrenholz
GWA-Präsident Peter John Mahrenholz

Der Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA erwartet auf der Grundlage seines Frühjahrmonitors im laufenden Jahr gleichbleibende Werbeumsätze. 2008 erwirtschafteten die GWA-Agenturen noch ein Plus von 5,5 Prozent. GWA Präsident Peter John Mahrenholz (Draft FCB Deutschland) beobachtet ein hohes Maß an Unsicherheit bei den Mitgliedern. "Es gibt einen deutlichen Unterschied zwischen Innen- und Außensicht. Die Agenturchefs äußern sich erheblich pessimistischer mit Blick auf die Branche als hinsichtlich der eigenen Agentur."

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Mit dem vergangenen Jahr sind die befragten Agenturchefs nur bedingt zufrieden. Jeder Zweite gibt an, dass die Werbebranche nicht mit der Umsatzentwicklung zufrieden sein kann. Vor einem Jahr waren nur 18 Prozent dieser Meinung. Beim Kostendruck setzt sich der langfristige Trend der vergangenen Jahre fort.  Bei 76 Prozent der Agenturen ist er weiter gestiegen und hat damit wieder den Höchstwert des Krisenjahres 2002 erreicht. 83 Prozent erwarten, dass sich die Renditen auch im laufenden Jahr weiter verschlechtern. Für ihre eigene Agentur erwarten die befragten Agenturchefs dabei ein Rendite-Minus von 0,5 Prozent. Kritischer sehen sie die Entwicklung der gesamten Branche. Hier erwarten sie ein Minus von 7,4 Prozent.

Trotz der zurückhaltenden Einschätzung seiner Mitglieder glaubt der GWA nicht, dass es in diesem Jahr zu einem Stellenabbau bei Werbeagenturen kommen wird. Laut Monitor wollen 63 Prozent die Anzahl ihrer Beschäftigten auf dem Vorjahresstand halten, jeweils 19 Prozent planen, Personal ab- beziehungsweise aufzubauen. si
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