Agenturen prüfen Kurzarbeit

Donnerstag, 12. März 2009
Auch Werbedienstleister haben bei der Bundesagentur Kurzarbeit beantragt
Auch Werbedienstleister haben bei der Bundesagentur Kurzarbeit beantragt

In Zeiten der Wirtschaftskrise wird auch in Agenturen das Thema Kurzarbeit diskutiert. Nach einer Auswertung der Bundesagentur für Arbeit haben im Februar 119 Betriebe aus dem Bereich "Werbung und Marktforschung" für 694 Mitarbeiter Kurzarbeit angemeldet. Genaue Angaben darüber, wie viele Anträge bewilligt wurden und wie viele Agenturen sich hinter den Antragstellern verbergen, gibt es allerdings nicht. Derzeit läuft eine Anzeigenkampagne in der Fachpresse unter dem Motto "Mit Kurzarbeit die Krise meistern". Damit wollen Bundesagentur und Bundesarbeitsministerium ausdrücklich Kommunikationsdienstleister für das Thema sensibilisieren. Auf Anfrage von HORIZONT wird in den meisten Agenturen zu diesem Thema lieber geschwiegen. Nur wenige Firmen bekennen sich offen dazu, über Kurzarbeit für ihre Mitarbeiter nachzudenken.

Zu denen, die den Einsatz dieses Instruments erwogen haben, zählen die TBWA-Tochter RTS Rieger Team in Leinfelden-Echterdingen und Ogilvy in Frankfurt. Bei Ogilvy hat man sich nach genauer Prüfung aber gegen Kurzarbeit entschieden: "Das ist bei uns nicht zu machen", erklärt Finanzchef Helmut Hechler. Grund sei die fehlende Flexibilität des Instruments. Bei RTS gehört Kurzarbeit laut Geschäftsführer Michael Frank dennoch zu den ernsthaft erwogenen Optionen - allerdings nur in administrativen Bereichen. si

Mehr zum Thema lesen Sie in der HORIZONT-Ausgabe 11/2009 vom 11. März.    
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