Agenturen klagen über rückläufige Renditen trotz Umsatzplus

Dienstag, 04. März 2008
GWA-Präsident Holger Jung registriert konstant hohe Zufriedenheitswerte
GWA-Präsident Holger Jung registriert konstant hohe Zufriedenheitswerte

Auf der Basis einer Mitgliederbefragung prognostiziert der Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA für das laufende Geschäftsjahr ein Umsatzplus zwischen fünf und sechs Prozent. Im vergangenen Jahr erwirtschafteten die Agenturen laut GWA-Frühjahrsmonitor ein Umsatzplus von durchschnittlich 7,3 Prozent. Mit der Umsatzentwicklung ihrer Agentur zeigten sich 77 Prozent der Befragten zufrieden. "Im letzten Jahr hatten wir die höchste Zufriedenheit seit fünf Jahren. Dieses Jahr ist der Wert fast unverändert", sagt GWA-Präsident Holger Jung.

Bei der Rendite zeigt sich ein anderes Bild: 55 Prozent sind mit deren Entwicklung ausdrücklich nicht zufrieden. Als Grund dafür nennt Jung unter anderem den wachsenden Online-Anteil am Geschäft, der traditionell mit niedrigeren Renditen arbeite. Bei 68 Prozent der Agenturen ist der Kostendruck weiter gestiegen. Auch für das laufende Jahr fürchtet jeder dritte Agenturchef, dass sich die Renditen noch weiter verschlechtern werden.

Die Struktur der Agenturvergütung hat sich 2007 im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert. Mehr als die Hälfte der Einnahmen ist durch Festverträge über Provisions- und Pauschalhonorare gestützt. Projekthonorare nahmen mit 48 Prozent gegenüber dem Vorjahr noch einmal um drei Prozent zu.

Parallel zur positiven Auftragsentwicklung signalisieren 53 Prozent der Agenturen, im laufenden Jahr zusätzliche Mitarbeiter einstellen zu wollen.
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