Agenturen in Europa sind wenig optimistisch

Freitag, 11. Mai 2012
EACA-Chef Dominic Lyle
EACA-Chef Dominic Lyle

Die Konjunkturmonitore des deutschen Gesamtverbands Kommunikationsagenturen GWA fallen in der Regel sehr optimistisch aus. Kaum ein Jahr, in dem die befragten Agenturchefs nicht mit Zuwachsraten für ihr Geschäft rechnen, die deutlich über der Wachstumsprognose für das Bruttoinlandsprodukt liegen. Auf europäischer Ebene fällt das Bild etwas anders aus, wie der "Euromonitor 2012" des Dachverbands EACA zeigt. In ihm sind die nationalen Agenturverbände wichtiger europäischer Märkte organisiert. An der aktuellen Umfrage haben sich insgesamt 22 Länder beteiligt. Das Ergebnis: Nur 22 Prozent der Befragten rechnen damit, dass die Agenturbranche ihren Umsatz steigern wird. 35 Prozent gehen von einer stabilen Entwicklung aus, 30 Prozent erwarten Rückgänge. Im GWA-Frühjahrsmonitor 2012 rechneten dagegen fast 60 Prozent der Teilnehmer mit einer Umsatzsteigerung. Spendingsignale kommen laut Euromonitor am ehesten aus den Bereichen Banken/Finanzen, Handel und Telekommunikation, weniger Hoffnungen ruhen auf Automobilindustrie, Pharmabranche und Medien.

Themen wie Kosten- und Zeitdruck sowie der Einfluss von Einkaufsabteilungen gelten auch auf europäischer Ebene als die größten Sorgenkinder. "Die Erwartungen für die Agenturbranche sind gespalten zwischen Stabilität und sinkenden Umsätzen", sagt Dominic Lyle, Geschäftsführer des EACA. Die wirtschaftliche Unsicherheit übe weiterhin großen Druck auf die Agenturen in  Europa aus.

Der Rückblick auf das Geschäftsjahr 2011 fällt im europäischen Maßstab ebenfalls deutlich schwächer aus als in Deutschland - und zeigt einmal mehr die Sonderrolle der hiesigen Wirtschaftsentwicklung. Während laut GWA-Monitor die deutschen Agenturen ihren Umsatz im Schnitt um 6,4 Prozent steigern konnten, herrscht in Europa überwiegend Stagnation. Mehr als 40 Prozent der Befragten sagen, dass sich ihre Situation nicht verbessert hat. 30 Prozent sprechen von einem guten oder sehr guten Jahr rund 25 Prozent von einem eher schwachen oder schwachen. Den vollständigen Euromonitor finden Sie hiermam         
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