Agenturen einigen sich nicht auf Award-Positivliste

Mittwoch, 10. Dezember 2008
Andreas Grabarz hatte den Vorstoß initiiert
Andreas Grabarz hatte den Vorstoß initiiert

Es war ein ambitionierter Vorschlag, der in den vergangenen Wochen für Diskussionsstoff sorgte. Jetzt steht allerdings fest: Die führenden Werbeagenturen haben sich nicht darauf einigen können, künftig nur noch wenige ausgewählte Kreativwettbewerbe zu beschicken. Die Verpflichtung auf eine entsprechende Liste habe sich als nicht praktikabel erwiesen, erklärt Andreas Grabarz, Chef der Hamburger Agentur Grabarz & Partner. Vor allem die Networks sind aufgrund internationaler Vorgaben angehalten, bei bestimmten Wettbewerben Flagge zu zeigen. Zudem wollen sie die Interessen ihrer Ableger für die einzelnen Disziplinen wahren  und bei den entsprechenden Spezialwettbewerben einreichen. Aber auch mehrere inhabergeführte Agenturen verfolgen ihre eigene Agenda.

Grabarz hatte sich vor dem Hintergrund der explodierenden Teilnahmekosten und den schlechten Konjunkturaussichten für das Jahr 2009 zusammen mit einigen Kollegen für eine Begrenzung des Wettbewerbsaufwands eingesetzt. Von einem Scheitern seiner Initiative will er trotz der fehlenden Liste nichts wissen. Schließlich habe es sehr viel positive Resonanz auf den Vorstoß gegeben. Alle angesprochenen Agenturen hätten signalisiert, ihre Einsendepraxis zu überdenken und den Aufwand zu reduzieren.

Für seine eigene Agentur kündigt Grabarz eine "radikale Beschneidung des entsprechenden Budgets" an. Zudem verweist er darauf, dass sich der ADC unter seinem neuen Vorstandssprecher Amir Kassaei für ein Ranking einsetzen will, in das nicht nur das Abschneiden bei Kreativwettbewerben einfließen soll. Auch dies sei ein Erfolg seiner Initiative. mam  
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